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Heiligenhaus
"Club-Zwerge" haben Platz zum Spielen

Heiligenhaus: "Club-Zwerge" haben Platz zum Spielen
Organisator Volker Ebel (Förderverein Club) mit den Tagesmüttern Anke Bartsch (Tagesmutter ab Januar 2018), Daniela Follmann und Monique Gelf (v. l.). FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. "Verlässlichkeit". Dieses Motto stellt der Fachbereich Jugend seinen Überlegungen voran, wenn es um Plätze in der Tagespflege geht. Bisher ist es in der Stadt möglich, jedem Kind einen Platz zu vermitteln. Um das weiter zu gewährleisten, ist jetzt der Club in die Arbeit eingebunden. Von Paul Köhnes

Er ist Träger einer neuen, sogenannten "Großtagespflege". Heißt: An der Hülsbecker Straße gibt es derzeit fünf, später neun Plätze für die Betreuung von Ein- bis Zweieinhalbjährigen.

Tagesmütter und Kinder im Club - das gibt es bereits seit etlichen Jahren. Doch vor den Sommerferien sah sich die Stadt plötzlich vor ein Problem gestellt: Bisher war das Modell dort in privater Trägerschaft - "und man hat uns das kurzfristig vor die Füße geworden", wie Fachbereichsleiter Thomas Langmesser formuliert. Es folgte eine "etwas holprige Zeit vor den Sommerferien".

Jetzt kommt der Neustart. Seit dem 1. September hat der Club-Förderverein die Trägerschaft für die Großtagespflege übernommen und einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Die Arbeitsteilung sieht so aus: Die Stadt stellt die Plätze zur Verfügung und bezahlt die Tagesmütter, die ihrerseits fest beim Förderverein des Clubs angestellt sind. "Dass wir als Förderer Arbeitgeber werden, ist das eigentliche Neuland für uns", sagt Volker Ebel. Denn dem Ursprung nach ist der Club das städtische Zentrum für Freizeit und Kultur. Dieser Blick hat sich aber schon vor Jahren beim großen Umbau geweitet. Seither sind geeignete Räume für die Tagespflege vorhanden. Es gibt einen Spiel- und Aufenthaltsraum, einen Ruhe- und Schlafraum, eine kleine Küche und ein Bad mit Wickeltisch. Derzeit läuft der Betrieb von 8 bis 16 Uhr, an eine Erweiterung der Zeiten von 7 bis 16.30 Uhr ist vom nächsten Kindergartenjahr an gedacht.

Der Weg für die Eltern zu einem Platz in der Tagespflege führt über das Jugendamt, wie Stephanie Dellit erläutert. Sie ist pädagogische Leiterin im Club. Alternativ zur Großtagespflege gibt es die Betreuung durch Tagesmütter zu Hause.

Wie die Stadt das Angebot organisiert, ergibt sich aus dem landesgesetzlichen Rahmen. Der erlaubt es, bis zu neun Plätze an einem Ort anzubieten - und daher stammt auch die etwas sperrige Bezeichnung "Großtagespflege". "Bis zu dieser Größe braucht der Träger keine formelle Betriebserlaubnis", erläutert Langmesser. Genau hier liegt auch der Unterschied zu einer Kindertagesstätte. Das pädagogische Konzept für die "Club-Zwerge" steht. Für Ebel, Langmesser und Verwaltungschef Beck ist die neue Lösung mit Blick auf die Versorgung in der ganzen Stadt nur eine Etappe. Neben den "Club-Zwergen" gibt es die "Kleinen Strolche" an der Hauptstraße. Eher problematisch ist die Lage in Hetterscheidt, also im Osten der Stadt. Dort möchte man gern die dritte Großtagespflege etablieren, aber es fehlt, nach Becks Worten, an geeigneten Räumen. Offen ist außerdem, wie es um die Bereitstellung von Tagespflegeplätzen im künftigen Stundentenwohnheim auf dem Campus bestellt sein wird. Auch dort sind Plätze vorgesehen.

Kontakt: Fragen zum Thema Plätze in der Kindertagespflege beantwortet für die Stadt Ortrud Elsner unter 02056 5866464.

Quelle: RP
 
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