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Ratingen
Cycling in der BayArena - Härtetest auf zwei Rädern

Ratingen. Am Samstag, 27. Mai, startet das erste Cycling-Event in der Arena. Unser Mitarbeiter hat es ausprobiert. Von Tobias Falke

Eines vorneweg: Ich bin ein richtiger Sportmuffel. Aber so langsam komme ich in ein Alter, in dem es ohne Sport nicht mehr geht. 'Da kommt die Premiere des Cycling-Events in der BayArena doch gerade rechtzeitig', denke ich. Am 27. Mai findet dort eine spezielle Veranstaltung statt.

300 Fahrradergometer werden im Stadion auf dem Rasen aufgebaut, auf dem sonst Bundesliga und Champions League gespielt wird. Sportbegeisterte dürfen den ganzen Tag auf der Stelle strampeln. Eigentlich ein perfektes Workout für den ganzen Körper und die Location sollte ausreichend Motivation mit sich bringen. Aber macht mein Körper das mit? Also entschließe ich mich zunächst, eine Cycling-Einheit von Bayer Leverkusen zu besuchen. Geleitet wird sie von Tatjana Rüber, die seit drei Jahren bei Bayer für die Fitness zuständig ist. Sie wird auch beim Cycling-Event mit dabei sein. Nach einem freundlichen Empfang und einem kurzen Gang in die Umkleide, geht es auch schon los. Zehn Personen befinden sich auf der Terrasse der Bayer-"Werkstatt", dem Fitnesszentrum, in dem auch die Bayer-Profis trainieren. Die Sonne scheint und es geht ein angenehmes Lüftchen. Das Gefühl, gleich aufs Rad zu steigen, fühlt sich gut an. Da ich mit zwei Meter Körpergröße sehr groß bin, muss das Rad erst noch richtig eingestellt werden - auf Maximalstufe. "Ich habe noch nie gesehen, dass jemand auf der Höheneinstellung Fahrrad fahren kann", merkt eine Mitstreiterin ironisch an.

"Seid ihr gut drauf?", fragt Tatjana Rüber und wir rufen alle ein lautes "Ja!". Dann soll es losgehen, doch die Anzeige an meinem Rad funktioniert nicht. Also muss ich mich als Anfänger an den anderen messen. Das soll ein Härtetest werden. Die ersten Minuten sind kein Problem, dann folgt der erste Anstieg. Ich merke es sofort in den Beinen, aber ich will mithalten. Also mache ich weiter. Nach gut 30 Minuten bin ich froh über die erste Pause. Leichtes ausfahren, kurze Verschnaufpause und wir sollen was trinken. Ein richtiger Anfängerfehler ist mir unterlaufen.

Ich habe nichts Flüssiges dabei. Aber zum Glück hat mein Kollege und RP-Fotograf Uwe Miserius vorgesorgt und mir eine Flasche mitgebracht. "Du musst unbedingt trinken", sagt er mir. Ich glaube, ich war noch nie so glücklich über einen Schluck Wasser.

Dann geht es auch schon weiter. Ich schalte einen Gang runter. Nein, gleich drei Gänge. Beim vierten oder fünften Aufstieg steige ich ganz aus. "Wir lassen niemanden zurück. Auf geht's Tobi, wuhuuuuu", motiviert mich Tatjana. Die schlagenden Rhythmen der Musik treiben mich an, ich versuche nochmal alles zu geben. Schließlich bin ich froh, dass es zu Ende ist. Nachdem wir vom Rad absteigen, merke ich allerdings keine Erschöpfung, sondern ein Glücksgefühl, während mir die Sonne ins Gesicht strahlt und ich in meinen blutdurchströmten Körper in nahezu jeder Pore spüre. Ich fühle mich wohl. Das liegt wohl auch daran, dass ich mit anderen gemeinsam trainiere und mit Tatjana Rüber eine Profi-Motivatorin an meiner Seite habe.

Quelle: RP
 
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