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Heiligenhaus
Das Ehrenamt ist ihr ein Anliegen

Heiligenhaus: Das Ehrenamt ist ihr ein Anliegen
2013 gab es vom Landrat das Bundesverdienstkreuz. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Heiligenhaus. Angelika Binkowski-Nimmert ist seit 30 Jahren Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Heiligenhauser Bürger- und Siedlervereine und des Nonnenbrucher Bürgervereins. Von Sandra Kreilmann

Als Angelika Binkowski-Nimmert 2013 von Landrat Thomas Hendele das Bundesverdienstkreuz erhielt, bewirkte die Ehrung, was schon lange keiner mehr geschafft hat, wie sie damals schmunzelnd bei ihrer Rede erzählte: "Als ich von der Ehrung hörte, war ich zum ersten Mal seit vielen Jahren sprachlos." Denn eigentlich fällt der Nonnenbrucherin sonst immer etwas ein. Streitbar ist sie, hartnäckig vor allem, mit Herz bei der Sache. Wahrscheinlich alles Gründe, warum sie seit 31 Jahren den Nonnenbrucher Bürgerverein leitet und seit ziemlich genau 30 Jahren die Vorsitzende der Heiligenhauser Bürger- und Siedlervereine (AHBS) ist.

Zu tun gab und gibt es dabei für sie und die Mitglieder allerhand: So war man 2003 zum Beispiel stark daran beteiligt, dass die Feuerwache nicht nach Velbert verlegt wurde. Der jüngste Erfolg ist sicher auch die Ansiedlung einer Augenarztpraxis, die schmerzlich vermisst wurde. Die Kassenärztliche Vereinigung betonte 2013 noch, dass im Kreis Mettmann ein Überangebot an Augenärzten herrschte, doch für Binkowski-Nimmert kein Grund, sich nicht doch einzusetzen, sie holte Verantwortliche an den Tisch, diskutierte und ließ das Thema nicht ruhen - und die Augenärztin kam doch. Ihr Wirken setzt sich aus vielen Details zusammen, ein Rat hier, ein kleiner Tipp da. Ideen hat sie ständig parat.

Unkonventionell und auf dem kurzen Dienstweg. "Man kann sich auf die Tribüne setzen, Kommentare abgeben und darauf warten, dass jemand etwas macht. Ihr Ding war das nicht", sagte Landrat Hendele bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes. Ämter wie Schiedsfrau, Sachverständige Bürgerin hatte sie ebenfalls schon inne, sie schrieb eine Chronik über den Nonnenbruch. Und vor kurzem erst organisierte sie mit dem Nonnenbrucher Bürgerverein ein Fußballspiel, in dem Asylbewerber gegen Mannschaften aus Heiligenhaus und Velbert antraten. "Fußball verbindet einfach, da ist völlig egal, wo die Spieler herkommen. Spaß am Fußball hat irgendwie jeder." Auf dem Bolzplatz neben dem Hochhaus wurde das Turnier dann zu einem kleinen Stadtteilfest, und, wenn es nach ihr geht - der Anfang einer langen Reihe von Turnieren, denn es geht um einen Wanderpokal. Auch hier greift sie wieder auf das Netzwerk zurück, das sich in den drei Jahrzehnten ihres Wirkens ergeben hat. Das will die gelernte Friseurin auch nutzen, um zu sensibilisieren. Sicherheit für Senioren ist da auch so ein Thema, mit dem sie erst vor kurzem auf dem Mansfield-Platz aufmerksam machte: Enkeltrick, Trickbetrug, unvorsichtiger Umgang mit Geld. Das passiert auch in Heiligenhaus, man muss nur informieren: "In den Bürgervereinen kennt man sich, die Ansprache ist dort eine ganz persönliche."

Der Zusammenschluss unter dem Titel Arbeitsgemeinschaft Heiligenhauser Bürger- und Siedlervereine, kurz (AHBS), besteht seit 36 Jahren und verbindet heute sieben Vereine: Bürgerverein Nonnenbruch, Bürgergemeinschaft Oberilp, Siedergemeinschaften Beeker Busch, Gerhart-Hauptmann-Straße, Hetterscheidt und Kantstraße.

Quelle: RP
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