| 15.40 Uhr

Ratingen
Das Recht auf Privatsphäre

Düsseldorf. Mal eben in den Garten des Nachbarn schauen, ohne dass der Herr von nebenan es merkt. Mal eben ein Haus auskundschaften, das für einen Einbruch geeignet wäre. Das ist längst die reale Welt im virtuellen Raum. Alles ist gläsern und transparent, die Intimsphäre der Bürger wird mehr und mehr eingegrenzt.

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Google Street View ist hier nicht zu führen. Es geht vielmehr um diese grundsätzlichen Fragen: Was darf gefilmt werden und was nicht? Wie kann man sich vor Missbrauch von Bildmaterial wirksam schützen? Der breite Widerstand gegen die Aufnahmen von Google Street View belegt, dass viele Bürger Bedenken haben. Es geht ihnen um ihr verbrieftes Recht, also um den Schutz der Privatsphäre. Das hat nichts mit blanker Panikmache zu tun. NORBERT KLEEBERG

Quelle: RP
 
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