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Heiligenhaus
Das Zentrum ist ab Juni Großbaustelle

Heiligenhaus: Das Zentrum ist ab Juni Großbaustelle
FOTO: Michael Nacke (mna)
Heiligenhaus. Das 1,4 Millionen-Euro-Projekt Hauptstraße soll ein Jahr dauern. Anlieger diskutieren Pläne mit - und zahlen. Von Sandra Kreilmann

Der Start der Arbeiten am 1,4 Millionen-Projekt Hauptstraße sind unübersehbar: Die Ampeln an der Kreuzung Hauptstraße/Kettwiger Straße am Kirchplatz ist ausgeschaltet und verhangen. Stattdessen regelt dort jetzt ein Kreisel den Straßenverkehr. Der ist derzeit noch ein Provisorium; im Zuge der Bauarbeiten, die am Juni beginnen, wird der Kreisverkehr aber sein endgültiges Aussehen bekommen. Es ist der dritte Abschnitt der Umbaumaßnahme "Hauptstraße", der dann mit den Bauarbeiten auf der westlichen Hauptstraße vom Kirchplatz bis zur Kurzen Straße, direkt nach dem Stadtfest (26. Mai bis 29. Mai) beginnt und das Finale einläutet. Die Umgestaltungsmaßnahmen der Hauptstraße zeigen erste Erfolge: Früher befuhren bis zu 20.000 Autos am Tag die Hauptstraße. Diese Zahl habe man auf etwa 3.500 Autos reduzieren können. Im Juni erneuern die Stadtwerke im dritten Abschnitt die Gas- und Wasserleitungen. "Dort liegen Wasserleitungen, die über 100 Jahre alt sind und dringend erneuert werden müssen", erklärte Tiefbauchef Michael Krahl. "Die Gasleitungen sind mit ihren 40 Jahren zwar jünger, doch auch sie müssen erneuert werden." Auch ein Leerrohr für Glasfaserkabel wird verlegt sowie die Vorbereitungen für neue Straßenbeleuchtung. Donnerstagabend informierte die Verwaltung mehr als interessierte 60 Anwohner über die Pläne. Damit war der Schulungsraum der Feuerwehr an der Friedhofsallee gut besucht. Immerhin geht es um eine KAG-Maßnahme. Das heißt: Anwohner werden für einen Teil der Arbeiten zur Kasse gebeten. Wie viel pro Anwohner fällig wird, steht nach Angaben von Kämmereichef Jürgen Hollenberg in diesen Fällen frühestens fest, wenn die genaue Planung steht. Und die Rechnungen kommen nach Abschluss alller Arbeiten.

Im Juli beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten an der Straße, die ein Jahr dauern werden. Krahls Bitte an die Anlieger: "Wenn Sie Ideen haben, wo wir Stadtmobiliar wie Bänke oder Fahrradständer aufstellen, dann sagen Sie uns das." Eine Anwohnerin wünschte sich allerdings stattdessen lieber mehr Parkplätze. Da auch der Bürgersteig verbreitert wird, fallen zumindest auf der linken Straßenseite Parkplätze weg. Die Bushaltestelle "Kirchplatz" wird von aktuell 15 Metern auf 35 verlängert.

An den Plätzen wie Kirchplatz und der Vorplatz der Alten Kirche wird die Straße mit dem Belag dem Bürgersteig angepasst. Dass zu schnell und Fußgänger-gefährdend gefahren wird, beobachten Anwohner mit Sorge. "An dem Kreisverkehr schießen die Autos gerne mit hohem Tempo vorbei, da braucht es dringend bauliche Barrieren", wünscht sich einer aus der Runde.

Quelle: RP
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