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Kreis Mettmann
Den landwirtschaftlichen Böden fehlt der Frost

Kreis Mettmann. Erst durch den Frost wird die Erde locker.

Ist der Winter mild, fehlt dem Boden der Frost, die so genannte Bodengare, sagt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn.

Durch die Frostgare werde der Boden gelockert und sie sorge dafür, dass der Boden nach dem Gefrieren in viele kleine Krümel zerfalle. Dann enthalte der Boden viele kleine Hohlräume, in denen später Wasser gespeichert werden kann. Der Boden sei durch die Hohlräume gut durchlüftet und leicht durchwurzelbar. Nach RLV-Angaben gibt es keinen lockereren Boden und keine bessere Saatbeetvorbereitung. Wenn der Boden wie Asche fällt, wie ein alter Bauernspruch besagt, dann sei er genau richtig für die Aussaat. Daher hoffen die rheinischen Landwirte, dass der Frost nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, so der RLV.

Wenn der milde Witterung noch einige Wochen anhalte und dann ein strenger Frost Ende Februar oder Anfang März ohne Schneeauflage komme, bestehe die Gefahr, dass das Wintergetreide, das ja bereits im Herbst ausgesät wurde und dann schon ein paar Zentimeter gewachsen ist, erfrieren könnte. In milden Wintern steigt nach RLV-Angaben das Risiko, dass sich Schädlinge und Mäuse stärker ausbreiten. Auch andere Krankheiten, wie Pilzbefall, würden stärker zunehmen, wenn sie nicht durch einen Winterfrost gestoppt würden.

Mit so genannten Zwischenfrüchten sorgten die rheinischen Landwirte dafür, dass die Bodenstruktur verbessert wird, wichtige Nährstoffe in den Boden kommen und dieser vor Auswaschung von Stickstoff geschützt wird, so der RLV. Die Zwischenfrüchte seien zurzeit der einzige grüne Fleck in der Ackerlandschaft. Während der Senf bis vor kurzem noch gelb blühte, stehe jetzt noch die grüne Pflanze auf dem Feld. Zwischenfrüchte wirkten sich positiv auf dem Humusgehalt aus. Zudem böten sie Schutz und Futter für Wildtiere.

Quelle: RP
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