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Ratingen
Den Wert der Heimat unterstrichen

Ratingen: Den Wert der Heimat unterstrichen
Podiumsdiskussion zum Thema Heimat mit (v. li.) Zeliha Yetik, Andrea Töpfer, Moderatorin Claudia Pocha, Hans Müskens und Gero Keusen. FOTO: a. blazy
Ratingen. Zum 90. Geburtstag des Heimatvereins wurde gerätselt und diskutiert. Von Karl Ritter

Michael Lumer, der Vorsitzende des Heimatvereins, war restlos begeistert: "Die Grundschüler haben uns unheimlich überrascht beim Quiz über die Ratinger Geschichte. Es ist toll, wie viel die Kinder über ihre Heimat wissen." Dass die Stadtrechte 1276 verliehen wurden - kein Problem für die Kinder. Und der positive Nebeneffekt für den Heimatverein: Mit den Eltern der Grundschüler kamen Leute zum Fest, die sonst eher nicht zum Stammklientel der Heimatforscher gehören: "Das hat uns natürlich sehr gefreut", so Lumer, der am Rande der Veranstaltung an vier weiterführende Schulen einen Klassensatz des neuesten Buchs "Ratingen in der Weimarer Republik" überreichte. Der Fortsetzungsband ist schon in Vorbereitung, soll im kommenden Jahr erscheinen.

Ansonsten bot das Programm viele Gelegenheiten, den Verein und die Ratinger Geschichte kennenzulernen. Besonders gut angenommen wurde das "Speed-Dating": Acht besondere Orte in der Innenstadt hatten die Organisatoren kennen gelernt, die jeweils in einer Kurzführung vorgestellt wurden. So ging es unter anderem um den Kornsturm und die "Louvenschuir", den Dicken Turm, das Düsseldorfer Tor oder das Minoritenkloster. "Wir wollten es einfach einmal ausprobieren, wie die Idee kommt, nur einzelne Schlaglichter auf die Stadtgeschichte zu werfen. Sonst kommen diese Orte in den zweistündigen Stadtführungen vor, aber solch eine Veranstaltung gibt uns die Gelegenheit, den Menschen einfach einmal besondere Orte in der Stadt in komprimierter Form kennenzulernen", so Lumer, der sich sehr über den Erfolg des Konzeptes freute.

Beendet wurde die Geburtstagsfeier des Heimatvereins mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Heimat, an der unter anderem Schützenchef Gero Keusen und die städtische Flüchtlingsbeauftragte Zhelia Yetik teilnahmen. Gerade in der aktuellen Situation sei "Heimat" von existenzieller Bedeutung.

Quelle: RP
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