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Heiligenhaus
Der Campus feiert seine Absolventen

Heiligenhaus. Es war die wohl letzte Feier in den provisorischen Räumen am Höseler Platz. Einige der 27 Studenten bleiben der Hochschule aber erhalten, wenn sie im nächsten Jahr umzieht. Ab Sommer 2017 soll es in den Neubau gehen. Von Henry Kreilmann

So einige Prüfungen haben sie hier geschrieben, in den Hörsälen in den oberen Etagen des Kiekert-Gebäudes an der Höseler Straße. Hier haben sie geschwitzt, gelacht, aber vor allem: gelernt. 22 Bachelorabsolventen der Mechatronik und Informationstechnologie sowie fünf Masterabsolventen haben ihren Abschluss am Campus Velbert/Heiligenhaus (CVH) in der Tasche. Ein großer Teil von ihnen hat diesen persönlichen Meilenstein jetzt mit Familien, Freunden, dem Campus-Team und Wegbegleitern der Hochschule genau hier gefeiert, wo sonst eifrig gelernt wird.

So erinnert sich Absolvent David Middrup an seine Gedankengänge vor Studienstart in dieser kleinen niederbergischen Stadt. "Ich habe mich gefragt, wo liegt Heiligenhaus eigentlich? Und das obwohl ich in Mülheim an der Ruhr gewohnt habe. Mich hat aber auch die Frage beschäftigt, wie unterscheidet sich eine kleine Hochschule von einer großen?" Der CVH hat ihn überzeugt. Sein erster Eindruck damals: "Der Campus war recht überschaubar. Der Vorteil: Man konnte sich nicht verlaufen."

Viel bedrohlicher sei das Studium selbst gewesen: "Ein Ingenieursstudium ist grundsätzlich kein Streichelzoo. Hohe Abbruchzahlen mit einer Quote von bis zu 50 Prozent wirkten wenig motivierend." Doch er hat es geschafft an diesem Campus, der vor allem mit seiner persönlichen Atmosphäre überzeugt. "Die Studierenden haben hier viel erlebt", weiß auch Standortsprecher Prof. Dr.-Ing. Christian Weidauer. Es ist schon die vierte Absolventenfeier, und Weidauer erinnert sich, dass eigentlich die Absolventenfeier im vergangenen Jahr schon die letzte am alten Standort im Provisorium am Höseler Platz hatte sein sollen.

Verzögerungen am Bau des Campus-Neubaus hatten dem allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Dieses Mal findet sie aber wirklich zum letzten Mal hier statt, hoffen wir." Ab dem Sommersemester wird im Neubau an der Kettwiger Straße studiert. "Es gibt schon Pläne, wie wir den Umzug in der vorlesungsfreien Zeit stemmen können, ohne die Prüfungen zu beeinflussen", verrät der Standortsprecher. Umso mehr freut es ihn, dass einige der Absolventen dem CVH enthalten bleiben werden und noch den Master dranhängen.

Dass ehemalige Studierende auch weiterhin mit ihrer Hochschule verbunden bleiben, und den Gedanken der engen Verknüpfung zwischen Lehre und Industrie weiter tragen, wünschten sich auch die anderen Gratulanten, der Velberter Bürgermeister Dirk Lukrafka, der Bochumer Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock, wie auch der Geschäftsführer der Schlüsselregion, Dr. Thorsten Enge. Letzterer hat noch einen ganz besonderen Wunsch: "Ich habe schon viele Meilensteine des CVH miterlebt. Ich warte aber noch auf den Tag, wenn die ersten Studierenden zu uns kommen und sagen: Wir haben da eine gute Idee, die Potenzial hat. Denn ich bin mir sicher, die Schlüsselregion kann da helfen." Vielleicht auch ein Ansporn für David Middrupp, denn er verrät mit einem Schmunzeln: "Unter Zeitdruck entstehen die besten Ergebnisse."

Quelle: RP
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