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Ratingen
Der Rat macht den Weg für die Tour frei

Ratingen. Das Stadtparlament hat im nicht-öffentlichen Teil den Kurs für eine Teilnahme am Grand Départ 2017 abgesteckt. Von Norbert Kleeberg

Es kann losgehen! Der Rat hat im nicht-öffentlichen Teil der letzten Sitzung vor der Sommerpause grünes Licht für eine Teilnahme der Stadt am Grand Départ 2017, der Auftaktetappe der Tour de France, gegeben. Die Verwaltung wurde nun beauftragt, in die Verhandlungen über ein "angemessenes Entgelt" einzutreten.

Ursprünglich war immer Paris Start- und Zielpunkt der Tour de France. Heute findet dort lediglich die Schluss-Etappe (Champs-Élysées) statt. Der Grand Départ aber wird seit mehr als 60 Jahren regelmäßig auch im benachbarten Ausland ausgetragen. 2015 starteten die Fahrer in Utrecht, dieses Jahr am Mont-Saint-Michel in der Normandie, und 2017 soll der Start in Düsseldorf sein.

Den Mitgliedern des Rates stellte die Stadtverwaltung nun Ideen vor, wie der Schlenker über Ratinger Stadtgebiet publikumswirksam gelingen kann. Klar sei, dass man sich mit der Teilnahme am Grand Départ lediglich einen "Effekt" einkaufe, der lokal bespielt werden müsse. Möglichkeiten und Ideen gebe es genug. Beispielsweise könne eine bereits bestehende und etablierte Großveranstaltung der Ratinger Marketing GmbH (RMG) wie das Ratingen Festival am selben Tag stattfinden. Im Vorfeld könnte der beliebte Schaufensterwettbewerb der RMG unter dem Motto "Vive la France" die Bürger auf die Tour de France einstimmen.

Eine weitere Idee: Ein französischer oder zumindest maritimer Markt in der Innenstadt am selben Wochenende würde einen passenden Rahmen bilden, der auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag am Tag des Grand Départ verbunden werden könnte. Dort wäre auch die Einbindung der französischen Partnerstädte denkbar. Das Motto könnte bei der Gastronomie am Streckenrand aufgegriffen werden.

Apropos Strecke: Die besten Plätze an der Tourstrecke, so die Verwaltung, könnten der Tourfinanzierung durch die Stadt dienen. Dazu gehören attraktive Standorte wie der Vorplatz der Stadthalle und des Stadttheaters. Dort könnten die Zuschauer die Radprofis nicht nur auf ihrem Kurs zu Gesicht bekommen, sondern auch angemessen bewirtet werden. Die Infrastruktur sei vorhanden. Vorstellbar sei aber auch, am Kreisverkehr Balcke-Dürr-Allee/Mettmanner Straße/Formerstraße Flächen für interessierte Unternehmen aus Ratingen Ost für eigene Aktionen zu reservieren. In der Verwaltung ist man jedenfalls optimistisch, dass sich Interessierte melden, um sich die attraktivsten Standorte zu sichern.

Der Grand Départ wäre auch ein guter Anlass, um mit einem Radaktionstag die verschiedensten Akteure rund um das Fahrrad zusammenzubringen und dabei die verschiedenen Aspekte des Radfahrens vorzustellen. Nicht zu vergessen bei der Veranstaltung ist die große Werbekarawane, die als fester Bestandteil der Tour de France dem gesamten Rennen vorausfährt. Es handelt sich dabei um eine bunte Parade, die den Zuschauern über 45 Minuten lang Unterhaltung bietet. Fans kommen nicht nur wegen der Radstars, sondern eben auch wegen der Werbung, so die Verwaltung. Auf die Stadt Ratingen würden Kosten zukommen, die Höhe soll nach RP-Informationen bei rund 50.000 Euro liegen. Diese Summe sollte man aber reduzieren, fordert der Rat.

Quelle: RP
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