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Ratingen
Der Weg zum Weltklimagipfel in Paris führt über das Haus am Turm

Ratingen. Das Land NRW spielt beim Erreichen weltweiter Klimaziele eine gravierende Rolle. Welche das sind, erläuterte NRWs Umweltminister Johannes Remmel.

An den Folgen des Klimawandels sterben jedes Jahr Zehntausende von Menschen. Zu den Todesursachen zählten Hitzewellen und Überschwemmungen, Veränderung der Krankheitsgebiete, die Luftqualität verschlechtert sich, und die Nahrungs- und Wasserversorgung sinkt. "Es gibt Teile in der Welt, in der Leben unmöglich ist", sagte Johannes Remmel. Auf dem Weg zum Weltklimagipfel in Paris vom 30. November bis zum 11. Dezember legte Landes-Umweltminister Dienstagabend auf Einladung des evangelischen Familienbildungswerks einen Stopp im Haus am Turm ein. Vor 60 Zuhörern, darunter Superintendent Frank Weber, referierte er über Klimaziele.

Pro Kopf sind es jährlich etwa 16 Tonnen CO2, mit denen der NRW-Bürger zurzeit die Luft verpestet. Ziel ist, diesen Ausstoß auf vier Tonnen zu minimieren. "Damit dieser Systemwandel vollzogen werden kann, muss über eine andere Art der Mobilität, andere Wohnformen sowie Alternativen zu bisherigen Ernährungsformen nachgedacht werden", formulierte es der Minister. "NRW hat bei den weltweiten klimazielen eine Schlüsselstellung", führte er aus. "National und europaweit können wir unsere Klimaziele nur erreichen, wenn NRW seine besondere Aufgabe wahrnimmt."

"Was hat das mit Mettmann zu tun?", verhaspelte er sich beim Stadtnamen. "Klimaschutz muss von unten kommen". Alle müssen an einem Strang ziehen, "es muss eine gesellschaftliche Bewegung werden". Richard Brand, Umweltreferent im Landeskirchenamt, ergänzte die strategischen Überlegungen. Die "Dialogkultur ist wichtig. Langfristig wird es sich auszahlen, verschiedene Gruppen mit einzubeziehen".

Moderiert von Gabriele Kibat, wurde die Diskussionsrunde dann noch um Jürgen Lindemann vom Klimabeirat der Stadt erweitert. Auch Zuhörer konnten aktiv in die Diskussion eingreifen. "Es reicht nicht, sich darauf zu verlassen, dass andere etwas tun. Man muss selbst aktiv werden", sagte Elke Fuchs. Bei der Schweigestunde am 29. November von 17 bis 18 Uhr will sie für ein besseres Klima kämpfen.

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