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Ratingen
Diakonie-Schüler lernen bald in West

Ratingen. Das Bildungszentrum der Kaiserswerther Diakonie eröffnet im September dritten Standort - diesmal in Ratingen. Von Joachim Preuss

West Gute Nachricht für die Stadt: Die Kaiserswerther Diakonie erweitert ihr Zentrum für Gesundheitsberufe und eröffnet in Ratingen ihre Schulen für Diätassistenten und Familienhelfer. Soeben wurden die Verträge für insgesamt 1023 Quadratmeter Bürofläche im Gebäude Berliner Straße 91 unter Dach und Fach gebracht. Start ist etwa Mitte September.

Melanie Bodeck, Leitung Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin, bestätigte auf Anfrage die Pläne ihres Hauses. Die alstria AG, ein Real Estate Investment Trust (REIT), die auf die Akquisition, den Besitz und die Verwaltung von Bürogebäuden in Deutschland spezialisiert ist, hatte die Vermietung bekanntgegeben. Der neue Vertrag beginnt voraussichtlich am 1. September 2016 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Das Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe bietet in Düsseldorf, Krefeld und Mülheim an der Ruhr zahlreiche Ausbildungen an. Etwa 1400 Auszubildende würden jährlich die Lehre durchlaufen, so Bodeck. Demnächst werden in Ratingen etwa 100 Diätassistenten in vier Klassen sowie 50 künftige Familienhelfer in drei Klassen ausgebildet. Um sie kümmern sich zehn Lehrer sowie etwa ein bis zwei Verwaltungsmitarbeiter.

Ausschlaggebend für den neuen Standort in West sei vor allem die gute Lage mit der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) gewesen, so Bodeck weiter.

Seit 2010 bildet die Diakonie Diätassistenten aus. Die Lehre dauert drei Jahre und biete sehr gute Berufschancen zum Beispiel in Kliniken, Altenheimen, Praxen, Versorgungszentren, Reformhäusern sowie in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Zu den Aufgaben zählen unter anderem: Ermittlung von Ernährungszustand und des Energie- und Nährstoffbedarfs, Erstellung von Ernährungstherapieplänen und Diättherapieplänen, einschließlich deren Zubereitung. Also mussten die neuen Räume groß genug für eine Schulküche sein.

Seit 2008 werden in der Kaiserswerther Familienpfleger ausgebildet. Die zweijährige Ausbildung, der sich ein Anerkennungsjahr anschließt, wird zu familienfreundlichen Zeiten nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung durchgeführt. Sie beinhaltet einen hohen Anteil an fachpraktischen Übungen. Mögliche Einsatzorte der Familienpfleger sind psychiatrische Einrichtungen, stationäre und ambulante Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege, Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie Haus- und Wohngemeinschaften hilfebedürftiger Menschen.

Die Kaiserswerther Diakonie mit Sitz in Düsseldorf ist seit 180 Jahren in der Ausbildung von Menschen aktiv. 1836 hatte der Gründer, der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner, mit der Ausbildung von Pflegekräften am Standort Kaiserswerth begonnen. Heute bildet der Bereich Bildung und Erziehung jährlich in verschiedenen Gesundheitsfachberufen aus, rund 600 Schüler im Berufskolleg Kaiserswerther Diakonie und über 3.000 Fach- und Führungskräfte am Fort- und Weiterbildungsinstitut der Kaiserswerther Seminare. Nach Krefeld und Mülheim an der Ruhr eröffnet das Bildungszentrum mit Ratingen den dritten Standort in der Region.

Quelle: RP
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