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Ratingen
Diakonietreff kümmert sich um alle Altersgruppen

Ratingen. Im Bereich Migration gibt es verschiedene Angebote und Projekte für jede Zielgruppe und jede Generation. Von Anneke Schultz

West Der Diakonietreff in West ist eine zentrale Anlaufstelle für Familien, Jugendliche und Kinder. Gerade in der Jugend- und Migrationshilfe wird viel getan. Karin Holle ist bei der Diakonie Abteilungsleiterin für die Jugendhilfe und sagte: "Im Diakonietreff am Maximilian-Kolbe-Platz ist immer etwas los. Fast jeden Tag gibt es hier verschiedene Angebote für jede Altersgruppe."

Sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche gibt es einen Migrationsdienst. Hier helfen die Mitarbeiter Flüchtlingen und Migranten bei der Suche nach Deutschkursen und begleiten sie zu den Ämtern. Zu den offenen Sprechstunden kann jeder ohne Termin einfach vorbeikommen. "Wir machen zwei Sprechstunden in der Woche in Ratingen West und eine in Mitte. Es geht darum, die Menschen in jeder Situation zu unterstützen", erklärte Beate Akel-Ibrahim. Sie leitet den Migrationsdienst für Erwachsene und betreut Menschen ab 28 Jahren. Es gibt zum Beispiel ein Seniorencafé und eine Konversationsgruppe. Akel-Ibrahim: "Mit der Flüchtlingswelle ist der Bedarf natürlich sehr gestiegen. Es gibt immer neue Aufgaben und wir versuchen hier eine Anlaufstelle für die Menschen zu sein." Für Jugendliche im Alter von zwölf bis 27 Jahren gibt es einen eigenen Migrationsdienst. Dort stehen oft die Fragen nach Schule, Studium und Ausbildung im Mittelpunkt. "Ein großes Problem ist die Anerkennung von Zeugnissen. Die wenigsten jungen Flüchtlinge haben ihre Zeugnisse dabei und auch keine Möglichkeit mehr, die Originale zu bekommen", sagte Ilias Papadopoulos. Er leitet den Migrationsdienst für Jugendliche und will vor allem einen Einblick liefern, wie das System in Deutschland funktioniert. Der Dienst hilft allerdings nicht nur Flüchtlingen, sondern auch allen anderen Migranten. "Es kommen auch viele Menschen aus Polen, Griechenland und Spanien. Da können wir auch in der Muttersprache weiter helfen, das macht vieles einfacher", so Papadopoulos. Der Migrationsdienst der Diakonie ist aber nicht nur Ansprechpartner für Flüchtlinge und Migranten, sondern auch für viele Behörden und Ämter. Karen Holle: "Der Dienst bildet eine Schnittstelle und soll die Integration für alle Seiten erleichtern." Seit einem Jahr läuft außerdem das Projekt "You@Work". Hier sollen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren neue Möglichkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhalten. "Wir arbeiten mit den Auszubildenden und den Betrieben zusammen. Das Ziel ist es, die richtigen Auszubildenden mit den richtigen Betrieben zusammen zu bringen", sagte Projektleiter Maurice Pellikaan. Das Projekt bietet individuellen Unterricht, Bewerbungstraining und Lebensberatung an. Die einzige Bedingung ist das passende Alter, sonst ist das Projekt für jeden offen, der Unterstützung für die Weiterbildung sucht. "Da gerade Ausbildungsbeginn war, haben wir jetzt wieder fünf bis sechs freie Plätze. Das Projekt ist kostenlos und wir betreuen die Teilnehmer auch nach dem Beginn der Ausbildung oder des Studiums noch für sechs Monate", so Pellikaan. Die Ansprechpartner für alle Angebote und Projekte sind im Diakonietreff in Ratingen West anzutreffen.

Quelle: RP
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