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Ratingen
Die alte Standarte hat ausgedient

Ratingen: Die alte Standarte hat ausgedient
Abschied nehmen von der alten Standarte (von links): Stephan Eichler, Gorden Wallner und René Osterwind vom Reitercorps. FOTO: Blazy Achim
Ratingen. Heute wird in St. Peter und Paul die neue Reitercorps-Fahne feierlich geweiht.

Das Reitercorps feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Vor dem großen Jubiläums- und Königsfest in der Stadthalle wird am heutigen Samstag die neue Standarte in St. Peter und Paul geweiht.

Sie ist etwas in die Jahre gekommen, auch wenn sie immer noch viel hermacht: Am vergangenen Sonntag hatte die alte Standarte des Ratinger Reitercorps ihren letzten großen Einsatz. Denn wenn man genauer hinsieht, sind die Spuren der Zeit deutlich zu bemerken. "Sie ist verschlissen", erklärt Rittmeister Peter Krümmel. "Die nächsten zehn Jahre hätte sie sicherlich nicht mehr überstanden. Aber wir wollten schon einen besonderen Anlass haben, um eine neue anfertigen zu lassen." Und so wurde schon zum 90-jährigen Bestehen (und nicht wie ursprünglich angedacht zum 100-jährigen) in eine neue Standarte investiert.

Es wird die Vierte in der Geschichte des Reitercorps sein, wovon allerdings eine im Zweiten Weltkrieg verbrannt ist. Auch die neue Standarte wird mit dem Motto der Schützen "Aus alter Wurzel neue Kraft" sowie dem Stadtwappen, dem Schriftzug des Reitercorps, einem Pferd sowie Eichenblättern verziert sein. "Auf der neuen Standarte wird aber die Bruderschaft richtig geschrieben sein, also St. Sebastiani-Bruderschaft", sagt Peter Krümmel und schmunzelt. Auf der alten war daraus versehentlich ein Sebastianus geworden.

Feierlich eingeweiht wird die neue Standarte heute, 11. Juni, um 17.30 Uhr in einem Gottesdienst in St. Peter und Paul. Dazu spielt das Düsseldorfer Parforcehorn-Corps, anschließend zieht das Reitercorps zur Stadthalle, wo um 20 Uhr der Jubiläums- und Königsball für geladene Gäste beginnt. Dann wird auch die offizielle Übergabe der neuen Standarte inklusive Damenwimpel durch drei Ehrendamen erfolgen, ganz so, wie es bei der ersten Standarte im Januar 1928 ablief. "Wir versuchen, uns an den damaligen Ablauf anzunähern, auch wenn die Sprache uns heute teilweise etwas fremd ist", fügt Rolf Osterwind, stellvertretender Rittmeister, hinzu. Dazu haben die Schützen fleißig in alten Dokumenten geforscht, von denen ein Teil heute präsentiert wird.

Im Foyer der Stadthalle werden Königsketten, Bilder und Dokumente aus der 90-jährigen Geschichte des Reitercorps zu sehen sein.

(cebu)
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