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Interview mit dem künftigen Prinzenpaar
Die Freude hilft gegen das Lampenfieber

Interview mit dem künftigen Prinzenpaar: Die Freude hilft gegen das Lampenfieber
Samuel (34) und Jacinta Awasum (33) freuen sich auf die Session - und sind ganz aufgeregt. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Samuel I. und Jacinta I. Awasum werden die Dumeklemmer durch die neue Session führen.

Noch knapp fünf Tage bis zur Prinzenkürung. Wie ist die Stimmung?

Samuel I. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. Neben den offiziellen Aufgaben müssen wir auch noch unsere Familie und Freunde aus aller Welt, die nach Ratingen zur Kürung anreisen werden, in organisatorischen Angelegenheiten unterstützen. Die Nervosität steigt von Tag zu Tag. Vor der ausverkauften Halle einzumarschieren, die Bühne zu besteigen und mit der Menge zu feiern wird einer der tollsten Erlebnisse in unserem Leben sein. JACINTA I. Ich bin immer noch in voller Angst, wie die Kürung verlaufen wird. Ich denke, es wird ein ganz besonderer Tag für mich sein, vor allem allein die Tatsache, dass unsere ganze Familie, Freunde, Karnevalisten, und viele Ratinger sich auf einem Fleck versammeln werden, nur um uns bei dem Startschuss als das neue Prinzenpaar der Karneval Session 2017 zu unterstützen und zu beglückwünschen.

Was haben denn Ihre Kinder gesagt, als sie sie das erste Mal in vollem Ornat gesehen haben?

Jacinta I. Unsere Kinder haben uns noch nicht "live" im Ornat gesehen - nur auf Fotos. Unsere Tochter war voller Ehrfurcht. Sie war sehr aufgeregt und das erste, was sie sagte, war "Mama, ich möchte auch so ein Kleid haben, weil ich auch eine Prinzessin bin."

Der Presserummel nach der offiziellen Vorstellung war enorm. Wurden Sie oft angesprochen?

Samuel I. Tatsächlich haben sich sehr viele Menschen unsere Gesichter eingeprägt - was uns sehr positiv überrascht hat. Wir haben Briefe von Vereinen und politischen Parteien aus Ratingen erhalten. Familie und Freunde aus aller Welt haben uns E-Mails geschickt und angerufen. Sogar BBC News hat darüber berichtet - einfach Wahnsinn! Selbst Personen, die mit Karneval nichts zu tun haben, haben uns gratuliert und finden die Idee toll und wollen auf Grund unserer Nominierung diese Session Karneval feiern.

Beim Vorstellabend wirkten Sie beide extrem aufgeregt, was angenehm authentisch war. Wie sieht es mit Lampenfieber aus?

Samuel I. Danke für das Kompliment, beim Vorstellabend waren wir wirklich extrem aufgeregt. Lampenfieber lässt sich bei einem öffentlichen Auftritt dieser Art nicht vermeiden, denke ich, aber ich rede gerne mit "positivem" Lampenfieber. Ich denke, dann läuft's bei mir besser. Für uns ist das einzige Ritual, gegen das Lampenfieber zu wirken, die Freude - die Freude auf die Menschen und das, was vor uns steht.

Jacinta I. Wir sind immer noch sehr begeistert und gleich aufgeregt, aber einen großen Teil der Aufregung wurde mit einer guten Vorbereitung wettgemacht. Dafür möchten wir uns bei allen bedanken, die uns mit Rat und Tat bis jetzt zur Seite gestanden haben - besonders danken wir dem gesamten Vorstand des Karnevalsausschusses um Peter Hense und Michael Schleicher für ihr Vertrauen und Unterstützung.

Worauf freuen Sie sich am meisten in der kommenden Session?

Samuel I. Ich freue mich, mit allen Ratinger Karnevalisten zu feiern und gemeinsam mit Herzblut für den Ratinger Karneval zu werben. Wir wissen, dass die lange Session manchmal sehr anstrengend und stressig sein kann, aber darüber machen wir uns noch nicht den Kopf. Eins ist uns klar, wir werden sehr viele Menschen kennenlernen - wir freuen uns, wenn daraus echte Freundschaften entstehen. Jacinta I. Ich freue mich sehr auf die Kürung. Besonders freue ich mich auf die Freude in den Gesichtern unserer Eltern bei der Prinzenkürung, die sich extra für uns auf den langen Weg gemacht haben von unserer Heimat Kamerun nach Ratingen - das sind über 5000 Kilometer Luftlinie.

Es ist gute Tradition, dass die Prinzenpaare einen wohltätigen Zweck unterstützen. Machen Sie das auch?

Samuel I. Selbstverständlich! Wir als Prinzenpaar und unsere Schirmherren MIZ Steuerberater und ATN Rechtsanwälte haben uns abgesprochen, Projekte der Kinderbetreuung zu unterstützen. Wir sind sehr dankbar dafür, zwei gesunde Kinder auf die Welt gebracht zu haben. Kinder im Allgemeinen können sich weniger helfen, geschweige denn Kinder mit Behinderungen. Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen, Kinder mit Behinderung zu unterstützen über die Vibra in Ratingen, die sich für die Integration von Kindern mit Behinderung einsetzt. Außerdem möchten wir auch Projekte zur Integration von Flüchtlingskindern unterstützen. Darunter fallen Projekte an Schulen wie Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse, Sportangebote und Maltherapien. Alles Projekte, die hauptsächlich nur durch Spenden finanziert werden. Und als Drittes werden wir auf Vorschlag des Schirmherren-Teams auch den Verein "Wir helfen Kindern e.V.", unterstützen. Er arbeitet viel für in Not geratene Kinder und Familien.

WOLFGANG SCHNEIDER STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
 
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