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Kreis Mettmann
Die Kunden lieben den Sonntagseinkauf

Kreis Mettmann: Die Kunden lieben den Sonntagseinkauf
Offene Geschäftstüren an Sonntagen locken stets auch viele Besucher von außerhalb in die Innenstädte - eine Chance für den Einzelhandel, neue Kunden zu gewinnen. FOTO: Achim Blazy
Kreis Mettmann. Die Abhängigkeit vom Wetter ist vielfach noch die größte Einschränkung für den Erfolg verkaufsoffener Sonntage. In den begleitenden Veranstaltungskonzepten sehen Städte und Händler viele Vorteile. Von Stefan Mülders

Die Händler in Mettmann, Ratingen und Wülfrath zeigen sich mit den verkaufsoffenen Sonntagen - mit leichten Einschränkungen - zufrieden. Vereinzelt gibt es Wünsche nach anderen Terminierungen, im Großen und Ganzen werden die Angebote aber sowohl vom Einzelhandel wie auch von den Kunden gut angenommen, so zumindest die Einschätzung der jeweiligen Werbegemeinschaften.

Großen Gestaltungsspielraum haben die einzelnen Städte nicht bei der Auswahl der verkaufsoffenen Sonntage. Maximal vier im Jahr, gebunden an Veranstaltungen und mit einer Öffnungsdauer von höchsten fünf Stunden - so sieht es der Gesetzgeber vor.

Eine hundertprozentige Zufriedenheit mit allen Terminen wird man in der Händlerschaft wohl nie hinbekommen, da das saisonale Geschäft je nach angebotener Ware auch noch eine Rolle spielt. "Eine Branche verkauft im Frühjahr sehr stark, eine andere eben im Dezember", weiß Axel Ellsiepen, Vorsitzender von "Mettmann Impulse". "So lässt sich die Zufriedenheit mit verkaufsoffenen Sonntagen in 2015 nur schwer pauschal festlegen. Aber sie werden von den Kunden auf jeden Fall angenommen."

Wobei sich niemand einen besonderen Umsatzerfolg von den Sonntagen erhofft, derartige Aktionen seien mehr als Kundenbindungsinstrument und Imagebildung für den Innenstadthandel zu betrachten. Die Inanspruchnahme sei zwar "gefühlt" besser geworden - auch durch die Kopplung an thematische Veranstaltungen - aber im Moment noch nicht messbar. "Wir würden aber gerne eine Möglichkeit etablieren, die Besucherzahlen an solchen Tagen messbar zu machen", sagt Ellsiepen. Bewährt haben sich in Mettmann Öffnungszeiten zwischen 13 und 18 Uhr. Die Verlängerung um eine Stunde wäre zu aufwändig in der Beantragung und würde Zusatzkosten verursachen, eine Vorverlegung wäre wegen der früheren Ladenschlusszeit auch eher nicht von Vorteil.

Auch in Ratingen herrscht Zufriedenheit. "Wir hatten einen erfolgreichen Fischmarkt, der schon bei der Premiere für eine volle und belebte Innenstadt sorgte", erinnert sich Manuela Kessler von City-Kauf Ratingen. "Außerdem hatten wir ein gut besuchtes Ratingen-Festival und der Bauernmarkt ist bei den Besuchern immer ein Highlight." Insbesondere im Advent habe man auch viele Fahrzeuge mit Fremdkennzeichen beobachten können, die trotz wenig optimalen Wetters in die Stadt gekommen waren. Die Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr sei erst kürzlich in einer Umfrage unter den Händlern noch einmal bestätigt worden. Aber es gibt auch kritische Stimmen von Kaufleuten, die lieber erst um 13 Uhr öffnen würden.

In Wülfrath öffnen die Läden sonntags ebenfalls zwischen 12 und 17 Uhr. "Auch, wenn wir feststellen, dass die meisten Kunden erst so etwa ab 15 Uhr in die Innenstadt kommen, scheint das für alle eine gute Zeit zu sein", sagt Aylin Meier vom City Management Wülfrath. Auch sie hat die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Inhaber mit jedem Termin vollauf zufrieden sind. "Geschenkezeit ist halt eher zum Jahresende, während Brillen zum Beispiel im Frühjahr besser verkauft werden", sagt sie. Durch die früh feststehenden Termine und die Bindung an regelmäßige Veranstaltungen sei von den Händlern inzwischen allgemein eine höhere Frequentierung der verkaufsoffenen Sonntage in Wülfrath wahrgenommen worden. Eine Veränderung oder Verlegung der Termine sei aber ohnehin schwierig, weil diese frühzeitig im Rat beschlossen werden und damit für alle bindend sind.

In allen drei Städten wurden die Erwartungen an den verkaufsoffenen Sonntag im Advent nicht ganz erfüllt. Dabei sei aber vor allem das Wetter ausschlaggebend gewesen. Zum einen hätten die nicht optimalen Verhältnisse zu einer geringeren Nutzung geführt.

Zum anderen sei insbesondere der sonst gute Verkauf von Winterkleidung in diesem fast schon frühlingshaften Dezember noch gar nicht angelaufen.

Quelle: RP
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