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Ratingen
Die Ruine in Hösel ist abgerissen

Ratingen: Die Ruine in Hösel ist abgerissen
Die Rest-Ruine an der Heiligenhauser Straße wurde in dieser Woche beseitigt, bald soll dort mit dem Bau von drei Einfamilienhäusern begonnen werden, teilte der Investor mit. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Bürgermonitor: Hausreste sind verschwunden, Bahn hat den Übergang an der Sandstraße ausgebessert. Von Joachim Preuss

Schneller Erfolg für unseren Bürgermonitor in zwei Fällen: Nach unserem Bericht über eine halb abgerissene Hausruine an der Heiligenhauser Straße 40/42 kam Bewegung in die Sache. In der vergangenen Woche erhielt der Investor, Doguhan Tokat, Natcon GmbH, die Baugenehmigung für drei Einfamilienhäuser. Schon am Montag habe er den Abrissbagger anrücken lassen. Und die gefährliche Fräskante auf dem Bahnübergang Sandstraße hat die Bahn provisorisch geglättet. Im Rahmen einer Sanierung soll im Dezember der Übergang komplett saniert werden.

Nach unserer Anfrage bei der Stadt wurden vom Tiefbauamt vor dem Übergang zwei Schilder aufgestellt, die vor der Fahrbahnvertiefung warnen und das Tempo auf zehn Kilometer pro Stunde begrenzen. RP-Leser Danny Pamp hatte die Redaktion via Facebook Ende vergangener Woche auf die üble Vertiefung direkt hinter einer Fräskante aufmerksam gemacht: Bis zu zehn Zentimeter sei sie tief. Wer mit normaler Geschwindigkeit drüberfuhr, riskierte, mit dem Fahrzeug aufzusetzen. Ein Bahnsprecher teilte am Dienstag auf Anfrage mit: "Der Schaden am Bahnübergang Sandstraße in Ratingen ist inzwischen behoben. Wir haben eine kurzfristige Mängelbeseitigung eingeleitet. Im Dezember wird die Asphaltdecke dann aufgemacht und komplett erneuert - dies findet im Rahmen einer bereits geplanten Gleiserneuerung statt." Am Dienstag war von einer Reparatur noch nichts zu sehen. Inzwischen wurde die Gefahrenstelle aber beseitigt.

In Hösel ist das in die Kritik geratene Grundstück an der Heiligenhauser Straße inzwischen geräumt. Der Investor wartete nach eigener Aussage seit Dezember 2016 auf die Baugenehmigung durch die Stadt Ratingen. Er mache dort fast täglich Druck, sagte Tokat vor drei Wochen.

Im vergangenen Jahr habe er das Grundstück erworben. Er wolle dort drei Wohnhäuser errichten und habe im Frühjahr 2016 den ersten Bauantrag gestellt. Den habe er im Dezember noch mal ändern müssen. "Seitdem warte ich auf den Bescheid", so Tokat. Die Baugenehmigung liege fertig im Bauamt, habe er erfahren. Es sei nicht seine Schuld, dass auf dem Grundstück nichts geschehe, sagte Tokat. Er habe auch Nachbargrundstücke gekauft und wolle diese bebauen.

Die Stadt reagierte schneller als die zuständige Bahn und warnte vor dem tiefen Loch am Übergang Sandstraße. FOTO: Joachim Preuss

Von der Stadt hieß es dagegen, dass die Abrissgenehmigung bereits vorliege: "Die Abbruchgenehmigung wurde Herrn Tokat erteilt, er hätte hier also bereits tätig werden können." Tokat will nun in Kürze mit dem Bau der Häuser beginnen.

Quelle: RP
 
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