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Ratingen
Die Stadt tauscht ihren Fuhrpark aus

Ratingen: Die Stadt tauscht ihren Fuhrpark aus
Dieses E-Auto ist bereits in Betrieb (von links); Manfred Kessel (Kommunale Dienste der Stadt), David Sommer (Gutachter), Bürgermeister Klaus Pesch und Kämmerer Martin Gentzsch bei der Vorstellung des neuen Wagens. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Beim Klimaschutz will man endlich aufs Tempo drücken und Elektro-Autos anschaffen. Geld dafür ist da. Von Norbert Kleeberg

Martin Gentzsch, der als Dezernent bei der Stadt für den Bereich "Kommunale Dienste" zuständig ist, macht Druck: Ein besseres Klima und deutlich mehr Elektroautos im eigenen Fuhrpark sollen keine leeren Ankündigungen sein. Man will Fakten schaffen.

Der Kämmerer weiß, dass sich die Stadt in Sachen Energiewende umstellen muss - und zwar schnell und vor allem konsequent. Gentzsch betonte im Rat, dass der "städtische Fuhrpark derzeit darauf vorbereitet wird, zukünftig zunächst den Pkw-Bereich komplett auf E-Fahrzeuge umzustellen". Entsprechende Haushaltsmittel seien dafür vorgesehen - inklusive der dazugehörigen Ladestationen. Gentzsch betonte: "Die erste von der Stadt finanzierte öffentliche E-Ladestation geht bald am Krumbachskothen in Betrieb."

Das Vorhaben in Sachen Klimaschutz ist wirklich ambitioniert und hat rein gar nichts mit einer Alibi-Veranstaltung zu tun. Noch nie hat sich die Stadt derart ehrgeizige Ziele in Sachen Klimaschutz gesetzt: So soll es ein großes Konzept für eine bessere Umwelt und weniger CO2-Emissionen geben - mit weitreichenden Folgen in die nächsten Jahrzehnte hinein.

Die Lenkungsgruppe "Klimaschutz der Stadt Ratingen" unter Leitung von Bürgermeister Klaus Konrad Pesch hat den Zeitplan des Projektes bereits vorgestellt (die RP berichtete).

Die Stadt hat sich professionelle Hilfe geholt - und zwar das Unternehmen "infas enermetric Consulting GmbH" aus Greven, das unter anderem Beratungsleistungen für Energie- und Klimaschutzkonzepte und deren Umsetzung anbietet. David Sommer ist der Projektleiter. Er verspricht sich von der Initiative ein kompaktes Maßnahmenbündel.

Das Thema Klimaschutz ist in Ratingen ein Klassiker: Die Arbeitsgruppe, die bei der Stadt angesiedelt ist, engagiert sich in zehn Leitprojekten wie zum Beispiel beim Aufbau der zentralen Leittechnik für städtische Gebäude und beim Masterplan Radverkehr, der für die Stadt immer wichtiger wird.

Pesch betonte: "Als aktiver Radfahrer und großer Fan des Projektes Stadtradeln weiß ich, dass die sportliche Betätigung nicht nur persönlich gut tut, sondern natürlich auch gut für unser Klima ist." Zudem gibt es in Ratingen den beharrlich im Hintergrund wirkenden Klimabeirat, der immer wieder Impulse zu Diskussionen und konkreten Verbesserungen gibt.

Man will den Klimaschutz in die breite Fläche tragen und eine handlungspolitische Strategie entwickeln. Das Projekt eröffne die Chance, Klimaschutz in Ratingen messbar zu machen, die bisherige Arbeit auf den Prüfstand zu stellen sowie alle Projekte und Maßnahmen in der Stadt zusammenzubringen, heißt es aus der Lenkungsgruppe, die mit ihrer Arbeit bereits begonnen hat. Das Projekt richtet sich auch an Vereine und Institutionen, an Landwirte, Handwerker, Bildungseinrichtungen, Dienstleister und Organisationen. Bei den drei Workshops geht es jeweils um die Bereiche "Leben, bewegen und arbeiten in Ratingen". Das Projekt hat aber auch einen finanziellen Aspekt: Es soll aufzeigen, welche Fördermöglichen für konkreten Klimaschutz bestehen. Im Dezernat von Gentzsch wird es eine Stelle geben mit dem Titel "Klimaschutzmanagement".

Quelle: RP
 
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