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Heiligenhaus
Die Westfalenstraße ist ein Nadelöhr

Heiligenhaus: Die Westfalenstraße ist ein Nadelöhr
Zähfließender Verkehr ist auf der Westfalenstraße gerade das Optimum dessen, was Pendler und Durchreisende erwarten dürfen. Selbst kurze innerstädtische Wege werden zur Geduldsprobe. FOTO: Dietrich Janicki
Heiligenhaus. Verkehrsinfarkt mitten in der Stadt: Seit die Bauarbeiten auf dem dritten Abschnitt der Hauptstraße begonnen haben, stehen die Autos auf der innerörtlichen Ausweichstrecke mehr, als dass sie fahren. Von Henry Kreilmann

Es ist ein Thema, das viele Autofahrer beschäftigt, die dieser Tage die Westfalenstraße aus östlicher Richtung befahren, denn wer sich für diese Strecke entscheidet, der braucht Zeit. Ende Oktober begannen die Bauarbeiten zum dritten und letzten Bauabschnitt ab der Kreuzung Hauptstraße/Kettwiger Straße, etwa zeitgleich starteten auch die weitergehenden Baumaßnahmen auf der Herzogstraße, nachdem es dort bereits Vorarbeiten gab. Beide Baustellen sorgen für Straßensperrungen.

Für den Straßenverkehr in Richtung Westen bedeutet das: Dauerstau auf der Westfalenstraße in Richtung Ratingen. Und gerade zu Hauptverkehrszeichen kann sich der Stau schon mal bis zur Abtskücher Straße hinziehen. Denn während in Richtung Velbert drei Fahrspuren - auf dem Südring und der Westfalenstraße - zur Verfügung stehen, führt in Richtung Ratingen nur eine Spur.Auf der wird wegen der Baustellensperrung nun auch der Öffentliche Personennahverkehr umgeleitet, Ersatzhaltestellen sind eingerichtet. Die Stadtverwaltung ist bemüht, die Baustellen sowohl auf der Hauptstraße, wie auch der Herzogstraße schnell voranzutreiben, um die Westfalenstraße zügig zu entlasten, heißt es aus dem Rathaus. Man hoffe nur, dass die Witterungsbedingungen dem keinen Strich durch die Rechnung machen. Auch bei der Umleitung sei man darauf bedacht, nachzubessern. "Eigentlich ist fast den ganzen Tag über Stau auf der Westfalenstraße", sagt die Heiligenhauserin Gudrun Maertens. "Wenn möglich, verzichte ich auf das Auto. Kleinere Besorgungen mach ich dann schon mal mit dem Fahrrad, aber wenn es jetzt kalt wird, muss ich wohl doch auf den Wagen zurückgreifen." Walter Schmied meidet den Berufsverkehr, in dem er auf dem Heimweg über Isenbügel fährt. "Das ist zwar ein etwas längerer Umweg, dürfte aber bei den Wartezeiten auf der Westfalenstraße ähnliche Kosten und wohl weniger Fahrzeit mit sich bringen." Das Ganze sei zwar ärgerlich, aber man sehe, dass die obere Hauptstraße schön geworden ist, "es passiert eben was in der Stadt und das ist grundsätzlich erstmal gut." Auch diejenigen, die mit dem Bus fahren, müssen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen registrieren auch die Anwohner auf Umgehungswegen nördlich der Westfalenstraße, wie eine Anwohnerin erklärt. Sie wünscht sich mehr Rücksichtnahme auf die Anwohner, und vor allem Einhaltung der Beschilderung: "Auch wenn man in Kolonne falsch herum in eine Einbahnstraße hineinfährt oder durch 30er Zonen rast, bleibt das falsch", ärgert sie sich.

Quelle: RP
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