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Heiligenhaus
Dieser Markt ist ein Genießertreffpunkt

Heiligenhaus: Dieser Markt ist ein Genießertreffpunkt
Ein Prosit auf den ersten Feierabendmarkt in Heiligenhaus. Bei einem kühlen Gläschen Wein ließen es sich diese vier Besucher gut gehen, so lange das Wetter noch mitspielte. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Am Donnerstag feierte in Heiligenhaus der erste Feierabendmarkt im Kreis Mettmann seine Premiere. Von Sandra Kreilmann

Auf welchem Platz sollte die Band spielen? Wo steht der Pavillon am besten? Bis zum offiziellen Startschuss des ersten Heiligenhauser Feierabendmarktes wurde auf dem Rathausplatz hin und her rangiert. Zu dem Zeitpunkt strahlte noch die Sonne, doch graue Wolken drohten, und sie sollten knapp zwei Stunden später die Marktpremiere leider doch noch trüben.

Bis dahin galt vorsorglich aber schon die Devise: alles gut abdecken. Die Bierbänke fehlten auch noch, während der Packen mit den Bierbankhussen schon parat lag. Doch das Wichtigste war beinahe schon komplett: Die Marktstände waren bereits aufgebaut und sorgten für diese ganz besondere Atmosphäre, die den Unterschied machen soll zwischen Wochenmarkt und Feierabendmarkt.

Erst probieren, dann kaufen. FOTO: Blazy Achim

Die unterschiedlichsten Düfte und Gerüche der angebotenen Waren vermischten sich dabei - und das soll fortan jeden ersten Donnerstag im Monat so sein. Frisches Brot, knackige Würste, einzigartige Aufstrich-Kreationen - der Markt lädt zum Schlemmen ein, "und genau da liegt der Unterschied zum Wochenmarkt: Auf dem Wochenmarkt deckt man sich für den täglichen Bedarf ein, auf dem Feierabendmarkt darf es auch mal etwas ausgewählter sein", sagt Ordnungsamtschef Jürgen Borowski. "Es ist nicht leicht, Marktbeschicker zu finden, die auch noch am Nachmittag und Vorabend die Stände mit frischer Ware beschicken."

Für Borowski ist der Feierabendmarkt auch so eine Besonderheit. "Die Organisation dieses Marktes gehörte sozusagen zu den ersten Aufgaben in meinem neuen Einsatzbereich im Ordnungsamt." Borowski durfte sich buchstäblich beruflich durchkosten. "Ich habe an den Wochenenden verschiedene Märkte in der Umgebung besucht, Schlossmärkte zum Beispiel, und dann überlegt, was würde zu unserer Idee passen? Ich wurde angesprochen, und ich habe natürlich Marktbeschicker angesprochen, ob sie Lust haben, dieses , Experiment' bei uns zu wagen." Zehn Stände eröffneten den Markt, zwei hatten kurzfristig leider abgesagt, anderen Ständen musste leider abgesagt werden, weil sich das Angebot sonst gedoppelt hätte.

Borowski: "Aber es ist ja erst der Anfang. Wir werden schauen, wie sich der Markt entwickelt, welches Angebot noch dazu kommen wird und mit welchen Aktionen man die Veranstaltung noch ergänzen kann."

Zur Premiere hatte der Stadtmarketing Arbeitskreis "Handel" die Finger mit im Spiel, nicht nur die Öffnungszeiten waren bis 20 Uhr verlängert, "wir konnten die Band Walkin' Feet gewinnen", freute sich Sprecherin Annelie Heinisch. Die junge Combo sorgte für entspannte Klänge beim entspannten Schlemmen. Chefwirtschaftsförderer Peter Parnow erinnert sich an den Antrag der FDP im Ausschuss der Wirtschaftsförderer. "Die Idee eines Feierabendmarktes oder Afterworkmarket, wie es damals noch hieß, kam sofort bei allen Fraktionen gut an." Ein Fachmann hat dann über mögliche Potenziale referiert, und die Idee wurde auf stabile Füße gestellt. "Es hätte sich allerdings nicht gelohnt, den Markt in den kalten Monaten etablieren zu wollen", so Borowski. Er wünscht sich, dass der Markt Anklang findet.

Kämmerer Michael Beck eröffnete die Veranstaltung ganz offiziell: "Wir sind gerne Trendsetter und freuen uns auch über viele Besucher aus den Nachbarstädten, denn im Kreis sind wir die ersten mit diesem Markt."

Quelle: RP
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