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Heiligenhaus
DLRG übt und rettet an der Ostseeküste

Heiligenhaus: DLRG übt und rettet an der Ostseeküste
Die Heiligenhauser Lebensretter bereiten am Strand von Kühlungsborn das Bojenziehen per Boot sorgfältig vor. FOTO: DLRG
Heiligenhaus. Ein Team der Lebensretter beim Sommereinsatz in Kühlungsborn. Dessen Zukunft ist vorerst offen.

Für die Wasserretter der DLRG Heiligenhaus war es das 26. Mal, dass sie an die Ostseeküste von Kühlungsborn fahren, um dort ihren Wasserrettungsdienst zu leisten und über die Sicherheit der Badegäste zu wachen. Seit 1991 fahren die DLRG'ler aus Heiligenhaus dorthin - dieses Jahr wieder mit der alten alte Besetzung - Torsten Groenewold, Michael Rückels und Michael May. Schon eine Tradition, jedes Jahr am Strand von Kühlungsborn Wasserrettungsdienst zu machen.

Ob diese Tradition jedoch fortbesteht, ist fraglich. Einerseits, erklärt der Heiligenhauser Leiter Einsatz, Michael Rückels, wollen die "Alten" ihren Wachdienst auslaufen lassen. Andererseits ist besonders in diesem Jahr der Nachwuchs sehr aktiv. Allerdings machen zwei Wachgänger ihre Wacherfahrungen im Ostseebad Boltenhagen, wohin sie für die zweite Ferienhälfte aufbrachen. Und die letzten beiden Wochen der Sommerferien geht es für zwei Wachgängerinnen gar an ein anderes Gewässer: nach Wyk auf Föhr an der Nordsee. Wie es dann in Kühlungsborn für die Heiligenhauser weitergehen wird, entscheidet sich dann meist Ende des Jahres, wenn die Bewerbungen für die neue Wachsaison an den Zentralen Wasserrettungsdienst Küste (kurz ZWRD-K) in Bad Nenndorf abgegeben werden müssen.

Aber in diesem Jahr war "die alte Wachmannschaft" wieder in der Vorsaison im Einsatz. Besonders in der dann besteht das Problem, das es nicht genügend Wasserretter in den Ostseebädern gibt. Denn der große Anteil an den Wachgängern stellen Schüler, Auszubildende und Studenten, die nur während der Ferien ihrer Bundesländer können und dann hauptsächlich in der Hauptsaison einsetzbar sind. Zum anderen ist es für die Wachgänger in der Vorsaison ein ruhiger Job, denn da sind meist Familien und die ältere Generation im Ostseebad. Notfälle gab es diesmal keine, denn auch am und im Wasser war der Andrang der Badegäste sehr überschaubar.

Rund 47.000 Rettungsschwimmer der DLRG wachen jährlich ehrenamtlich mehr als zwei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern an deutschen Gewässern.

Quelle: RP
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