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Heiligenhaus
Doppelhaushalt für 2016 und 2017 steht im Entwurf

Heiligenhaus. Kämmerer Michael Beck brachte gestern Abend den Entwurf für den städtischen Doppelhaushalt 2016/2017 in den Rat ein. Er nutzte seine Haushaltsrede, um mit bitterem Beiklang "wie alle Jahre wieder" auf die äußerst kritische Finanzlage hinzuweisen, deren Ursache für die Stadt nach wie vor im Krisenjahr 2008 zu verorten ist. Seither hat sich die Stadt - anders als Kreis und Land - finanziell nicht grundsätzlich erholen können. Im Gegenteil: "Die Umlageverpflichtungen erdrosseln uns geradezu.

" Da tröstet es den Kämmerer nicht, dass nur 36 von kreisangehörigen 359 Kommunen im Land einen strukturell ausgeglichenen Haushalt haben, also nicht vom Ersparten leben. Und auch die nachrechenbaren Erfolge städtischer Haushaltssicherungskonzepte seit 2009 sowie Steuererhöhungen (Gewerbesteuer und Grundsteuer B) stimmten nicht fröhlich. Beispiel Gewerbesteuer: Nach Erhöhung war man für dieses Jahr von einem Einnahmeplus von anderthalb Millionen Euro ausgegangen.

Muss aber nun bis Jahresende 2,1 Millionen Euro bereits eingenommener Steuern für die Vorjahre zurückzahlen. An Erträgen verzeichnet der Etat für 2016 die Summe von 64,64 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus gegenüber dem Aufwand von 112.538 Euro. Für das Jahr 2017 sind 69,74 Millionen Erträge veranschlagt. Das Plus steigt dann auf rund 831.000 Euro.

(köh)
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