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Ratingen
Drei Musketiere für den guten Zweck

Ratingen. Der Verein CAG unterstützt mit den Musical-Einnahmen soziale Projekte.

Wer es schafft, an drei Tagen hintereinander das Stadttheater nahezu komplett zu füllen, der hat künstlerisch wohl so einiges auf dem Kasten. Und wenn damit dann noch etwas für den guten Zweck getan wird, kommt am Ende erst recht Gutes dabei heraus. Der Düsseldorfer Verein CAG brachte in einer lizenzierten Version das Musical "Die drei Musketiere" auf die Bühne - insgesamt das siebte Musical der Landeshauptstädter. Mit einem Teil der Einnahmen werden soziale Projekte in der Landeshauptstadt unterstützt.

Seit 2007 gibt es den Verein - zuerst als Teil der englischsprachigen Kirche in Düsseldorf, seit 2010 komplett selbstständig und überkonfessionell - der auf einem sehr professionellen Niveau arbeitet, wie bei den Aufführungen im Stadttheater deutlich zu merken war. Künstler, Kostüme, Bühnenbild und Inszenierung - das hatte Stil und Klasse. Besonders bemerkenswert: Endlich kam mal wieder ein kleines Orchester zum Einsatz. Und mit Live-Musik wirkt solch eine Inszenierung einfach noch viel stärker. Gepaart mit einer stimmigen Lichtgestaltung und detailgetreuen Kostümen, entwickelte sich schnell eine unterhaltsame Show, die Spaß machte. Getragen wurde die Aufführung, an der insgesamt rund 150 Personen beteiligt waren, von einem gut aufeinander abgestimmten Ensemble, das sehr viel Spielfreude an den Tag legte. Das wirkte nicht gestellt, das kam jederzeit absolut authentisch und überzeugend rüber. Den Charme der Aufführung macht dabei sicherlich auch die Tatsache aus, dass hier letztlich Amateure auf der Bühne stehen, die keinen Cent für all das bekommen, die aus Spaß an der Freud' dabei sind, die einfach ihr Hobby mit anderen Menschen teilen möchten. Und das honorierten die Zuschauer am Ende mit viel Applaus und stehenden Ovationen - der Lohn für fast ein dreiviertel Jahr harte Arbeit, um eine solche perfekt durchchoreografierte Inszenierung auf die Beine zu stellen.

Vor allem Lukas Hofmann als D'Artagnan und Lena Hogekamp als Constance brillierten in ihren Rollen, hauchten ihnen Leben ein und nahmen das begeisterte Publikum so mit auf eine kleine Zeitreise ins Frankreich der drei Musketiere. Und da gab es dann Momente mit Gänsehaut, aber auch richtig viel zu lachen - eben all das, was man für eine gelungene Musical-Aufführung braucht. Und wenn man so etwas mit einer rein ehrenamtlichen Truppe erreichen kann, bleibt einem am Ende nichts übrig, als den sprichwörtlichen Hut zu ziehen - Respekt!

(kr)
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