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Ratingen
Drei Tage feiern auf dem Blotschenball

Ratingen: Drei Tage feiern auf dem Blotschenball
Richtig laut, richtig voll, richtig gut: So mögen die Isenbügeler ihre Rocknacht zur Eröffnung. FOTO: D. Janicki
Ratingen. Mit Rocknacht, Kirmes, Gottesdienst und natürlich dem Blotschentanz ging es in Isenbügel wieder hoch her. Von Sandra Kreilmann

Man sieht ihm an, dass das einer seiner persönlichen Lieblings-Programmpunkte eines tollen Wochenende ist: Wenn Franz-Josef Artz, Vorsitzender des Bürgervereins Isenbügel die tanzenden Kinder in Blotschen ankündigen darf, dann ist das wohl nicht nur für ihn gelebte Tradition. An jedem dritten Septemberwochenende heißt es: Blotschenball in Isenbügel.

Seit 1804 wird das Fest gefeiert, heißt es. Und die Isenbügeler schauen nicht ohne Stolz auf diese lange währende Tradition zurück, die, so betont Arzt stets, den Stadtteil auch irgendwie zusammen hält. In Anlehnung an das Erntedankfest, das man damals feierte, ging es auch in diesem Jahr wieder ein bisschen zurück zur Volksfeststimmung und das nicht nur im Feierzelt. Das steht schon seit Jahren regelmäßig auf dem Festplatz am Laupendahler Weg. In diesem Jahr wurde es unter anderem auch durch ein Karussell ergänzt. Für die Isenbügeler Kinder gehört der Auftritt in den klackernden Blotschen längst dazu. Schon die Kindergartenkinder bereiten sich auf diesen ersten großen Auftritt ganz besonders vor. Ein bisschen nervös sind auch die Grundschulkinder, wenn sie die Bühne in dem an Zuschauern reichen Festzelt entern. Dann geht es für sie im Kreis und rundherum, und über allem ertönt dieser einmalige Klang der Blotschen, der, so möchte man meinen, den ganzen Isenbügeler Hügel zum Schwingen bringt. "Auch wenn man die Nachbarn im Alltag nicht so oft sieht, spätestens auf dem Blotschenball trifft man sie alle", sagt ein Isenbügeler, der diese Gemeinschaftlichkeit zu schätzen weiß. Der etwa 300 Mitglieder starke Bürgerverein als Veranstalter hat die Tradition 1993 wieder belebt und in die Moderne geführt, seitdem ist der Blotschenball, neben anderen Veranstaltungen, wie der Karnevalssause "Jeck und Keck", ein wichtiger Bestandteil des Stadtteillebens geworden. Die Pflege des Brauchtums hat man sich dabei groß auf die Fahnen geschrieben. Doch nicht nur der Bürgerverein steht hinter der Veranstaltung, auch die Isenbügeler Handwerker sorgen mit Sponsoring aber auch mit Tatkraft für das notwendige Engagement, das es braucht.

Eröffnet wird das früh-herbstliche Spektakel übrigens seit ein paar Jahren regelmäßig von einer Rocknacht, die vor allem die Jüngeren und Jung-Gebliebenen anzieht. Freitagsabends erbebt der Hügel dann nicht von Blotschen sondern von Bass, Schlagzeug und Gitarre und dabei wird es regelmäßig richtig laut, aber auch "richtig gut". Trotzdem gehört auch der Gottesdienst im Festzelt zum Blotschenball dazu.

Erstmals gab es in diesem Jahr während dieses Gottesdienstes eine Taufe. Dem jungen Ben wurde dabei die Ehre zuteil unter den Augen des Stadtteils in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden.

Quelle: RP
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