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Ratingen
Düsseldorfer Straße: Kritik an schmalem Gehweg

Ratingen. Bei den Bauarbeiten haben Planer an alle gedacht, nur nicht an Fußgänger, sagt der Seniorenrat.

Der neue Gehweg an der Düsseldorfer Straße, der zusammen mit dem Busbahnhof an der Düsseldorfer Straße entsteht, ruft Kritiker auf den Plan. Der Seniorenrat der Stadt bemängelt, dass er für ältere und gehbehinderte Menschen, ob mit oder ohne Gehhilfe, viel zu schmal sei. Daher habe man eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, in der es heißt, dass beim Umbau an alles gedacht wurde, am Gehweg aber mächtig gespart.

Zur Untermauerung hat der Seniorenrat Informationen aus den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen beigefügt, aus der sich eine Mindestbreite für Gehwege von zwei Metern ergebe. Derzeit betrage die Entfernung zwischen Hauswand und Pflanzbereich 1,10 Meter, die stellenweise noch durch Wandvorsprünge, Haustreppen und Stromkästen zusätzlich geschmälert werde. Ziehe man nun noch den in den Richtlinien gewünschten Abstand zum Gebäude von 20 Zentimetern ab, ergebe sich eine tatsächliche Breite von höchstens 90 Zentimetern.

Auf diese Weise sei auch später, wenn die geplanten Bäume an der Düsseldorfer Straße gepflanzt worden sind, auf bloß 1,20 Meter weder das Nebeneinandergehen, noch die störungsfreie Begegnung von zwei Personen möglich, selbst ohne Kinderwagen oder Rollator. Auf diese Weise sei der Fußgänger gezwungen, die Straße in Schlangenlinien zu begehen. Auch da die Düsseldorfer Straße in diesem Bereich, neben ihrer normalen Funktion als Gehweg zwischen der Stadt und dem Bus- und Bahnknotenpunkt, die "Visitenkarte" der Stadt darstellen solle, sei die derzeitige keine zufriedenstellende Lösung.

Der Seniorenrat stellt daher die Frage, wie die Verwaltung diesen Engpass zu beheben gedenkt.

(höv)
 
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