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Heiligenhaus
Ein Nikolaus und jede Menge Fragen

Heiligenhaus. Bürgermeister Jan Heinisch und CDU-Mitstreiter verteilten Schokoladenmänner und luden zur Diskussion ein. Von Valeska von Dolega

"Aber es ist doch noch gar nicht Nikolaus", wunderte sich Brigitte Topp über das süße Geschenk, nämlich einen Minimann aus Schokolade. "Aber wenn das so ist: Ich habe zwei Kinder. Kann ich also noch einen weiteren Schokonikolaus bekommen?" Wie alle anderen Heiligenhauser bekam die zweifache Mutter, die "doch eigentlich bloß zum Wochenend-Shopping unterwegs" war, am Samstag eine weitere süße Gabe. "Zum Anbeißen" fand auch Katrin Obrist die Leckerei, die jedem, der Samstagvormittag zur besten Einkaufszeit des Weges kam, in die Hand oder in den Kinderwagen gegeben wurde. Auf diese Art und Weise wünschten Bürgermeister Jan Heinisch und seine Mitreiter aus der Partei den Bürgern ein schönes Nikolausfest.

Einige aber blieben der einigermaßen klirrenden Kälte zum Trotz tatsächlich kurz am Mansfieldplatz stehen. "Mich würde ja mal wirklich interessieren, wie es nun in der Flüchtlingsfrage weiter geht", sagte Manuel Kaufmann. "Angesagt ist für das kommende Jahr eine Zahl von plus 700. Wo sollen die denn nun alle untergebracht werden?" Bekanntermaßen sei in den Turnhallend das Limit erreicht "und in so einer Sporthalle hausen zu müssen, ist doch auch keine Lösung". Man sei mit verschiedenen privaten Vermietern im Gespräch, war darauf aus den CDU-Reihen zu hören. Und man hoffe, anerkannten Flüchtlingen dann entsprechende Unterbringungsangebote machen zu können.

Angela Neuwirth dagegen interessierte sich für die Zukunft des Heljenbades. "Was wird denn nun?", wollte sie wissen, wie es im Ensemble von Freibad plus der Schwimmhalle weitergeht. Dem Vernehmen nach arbeiten die Stadtwerke an einem frischen und modernen Konzept, war zu hören. Das beinhaltet auch, sich zu überlegen, wie die Attraktivität dieser Einrichtung wieder gesteigert werden könne. Bekanntermaßen steht und fällt ja auch immer alles mit der Anzahl der Besucher, um Kosten wieder einzuspielen. Und auch die gestalterische Zukunft an anderer Stelle treibt manche Bürger um, nämlich die am Kiekert-Areal. Zwischenzeitlich war auf dieser Fläche westlich der Kettwiger Straße komplett Wohnbebauung geplant. Altlasten im Boden machten diesen Plänen, zumindest auf dem hinteren Teil des Grundstücks, dann aber einen Strich durch die Rechnung.

"Das sieht rund um die Hauptstraße alles so schön aus. Das wäre schade, würde sich da maßgeblich etwas verändern." Und einige Senioren hatten Fragen nach konkreten Angeboten. Wie zum Beispiel dem Literaturkreis. Der, so erklärte Lore Krautscheid von der Senioren-Union, findet immer freitags, 10 bis 11 Uhr, in St. Josef, statt. Wirkliche Gesprächsrunden rund um den Infos-Stand bildeten sich nicht. Dabei war es das ausdrückliche Ziel, mit Bürgern über aktuelle Themen "oder was eben auf den Nägeln brennt", wie Parteimitglied Stefan Propach sagte, in die Diskussion zu kommen. Die zuckersüßen Männer in ihrem traditionellen Outfit aber nahmen die Leute gerne mit. Der nächste Freilufttermin dieser Art ist für Januar 2016 geplant.

Quelle: RP
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