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Heiligenhaus
Eine Kirche und Kneipen voller Musik

Heiligenhaus. Handgemacht, live und laut: Zahlreiche Besucher genossen den Samstagabend bei "HeiligenRock". Von Sandra Kreilmann

Es war laut, es war voll und es war vor allem: Live. Die lange Nacht der Livemusik, kurz: "HeiligenRock", ist schon zur Tradition geworden. Und bei vielen Fans der Livemusik, nicht nur aus Heiligenhaus, fest im Kalender eingetragen. Glück hatten die Veranstalter vom Stadtmarketing-Arbeitskreis "Gastronomie" wieder mit dem Wetter. Erste frühlingshafte Temperaturen lockten noch mehr Menschen zu dieser ganz besonderen Kneipentour; aus vielen Veranstaltungsorten war schon von weitem die handgemachte Musik zu hören.

Einmal Eintritt bezahlt, hat man dabei Zutritt zu allen Veranstaltungen - dieses Konzept hat sich bewährt. Nicht entgehen ließ sich das zum Beispiel die sechsköpfige Truppe um Ariane Bertram. Die Freunde hatte der Ehrgeiz gepackt: "Wir wollen alle Bands sehen und überall mindestens ein Bier trinken." Am Samstag haben sich die sechs damit ganz schön viel vorgenommen. Neun Bands in neun Lokalitäten. Und das nicht nur in Kneipen, seit einigen Jahren ist jedes Jahr mindestens eine Kirche dabei - in diesem Jahr die protestantische Alte Kirche, in der die Velberter "Kapelle Kuhl" mit moderner christlicher Musik auch für die ruhigeren Töne, fast schon meditativen Töne - und ebenfalls regelmäßig dabei: die Tanzschule Heigl. Während die Damen schon echte Favoriten in der Playlist des Abends ausgemacht haben, sind die Herren der Runde ganz auf Überraschung eingestellt, sie haben sich bewusst nicht informiert. "Aus Erfahrung der letzten Jahre wissen wir, dass die Auswahl meistens sehr gut ist." Einige aus der Runde leben nicht mehr in der unmittelbaren Gegend, doch die Nacht der Livemusik soll in der Clique zum Treffpunkt werden - und findet nun schon zum dritten Mal statt.

"Dafür haben wir sogar eine eigene Whatsapp-Gruppe gegründet. Der erste, der verkündet, dass es wieder so weit ist, bekommt das erste Bier von den anderen gesponsert", erklärt Bertram den Ritus. Und das mit einem breiten Grinsen im Gesicht: "In diesem Jahr war ich es", freut sich die Feierwütige. Ihr Freund Rüdiger ist zum ersten Mal dabei, der gebürtige Kölner schmunzelt: "So kann man eine Stadt natürlich auch kennenlernen." Die Kneipentour am Samstagabend führt von der Abtsküche über die Hauptstraße bis zur Talburgstraße und zurück in die Stadtmitte. Schon vorher war für die sechs Freunde eines klar: Dass man "Fachwerk" auf keinen Fall verpassen dürfe. Die Remscheider starteten im Abtskücher Hofcafé und waren zum dritten Mal dabei. Und auch "Opa kommt ..." hat sich bei zahlreichen Auftritten schon eine stattliche Fangemeinde in Heiligenhaus erspielt. Sie ließen die Schlemmertrasse auf der Waschstraße "erzittern".

"Musikalisch ist ja eigentlich für fast jeden was dabei", findet Jenny Groß. "Und man hat das Gefühl, halb Heiligenhaus ist unterwegs."

Quelle: RP
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