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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Eine Stadt im Dauerstau

Ratingen. Baustellen und Verkehr bleiben ein Dauerbrenner in der Stadt. Geduld und vor allem gute Ortskenntnis sind gefragt. Es gibt aber noch Stellschrauben für die Verkehrsplaner.

Motorisierte Verkehrsteilnehmer können sich glücklich schätzen, wenn sie derzeit irgendwo, weit weg, Urlaub machen. Denn die Dumeklemmerstadt versinkt mal wieder im Dauerstau. Das sind die verkehrsgeplagten Ratinger schon seit längerer Zeit gewöhnt. Kaum wird irgendwo eine Straße oder eine Kreuzung mehr oder weniger dichtgemacht, sucht sich der gemeine Verkehrsteilnehmer eben andere Wege - notfalls auch unter Umgehung der üblichen Umleitungen und unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden Ortskenntnisse.

So geschehen, als der Hauser Ring saniert wurde und wechselseitig gesperrt war. Die großen Umleitungsschilder, die den Weg wiesen, wurden gerne links liegengelassen, um aus Richtung West kommend einfach nach rechts in die Kaiserswerther Straße abbiegen. Dort staute es sich dann bis zur unübersichtlichen Museumskreuzung, wo es schon zu normalen Zeiten manchmal nur im Schritttempo vorangeht. Das ist nun alles Gottseidank vorbei.

Dafür wurde eine neue Baustelle aufgemacht: Die Mülheimer Straße wird saniert. Die Schlagader der Stadt ist halbseitig dicht und weiträumig abgesperrt. Schon ab dem Kreisel Krummenweg wird der Verkehr zur Innenstadt über Lintorf abgeleitet - es gibt keinen anderen "Bypass". Nun läuft in Lintorf zu bestimmten Zeiten nicht mehr viel, die Politik hat vorgeschlagen, für die Zeit der Bauarbeiten die Ampelphase auf der Kreuzung Speestraße/Krummenweger Straße anzupassen. Das hatte die Stadt bekanntlich auch auf der Kreuzung Mülheimer Straße/Hauser Ring gemacht, als der Ring gesperrt war: Aus einer Richtung kam fast niemand mehr, warum also sollte dort noch eine Grün-Phase gelten? So einfach ist das in Lintorf nicht, aber den Technikern wird bestimmt etwas einfallen. Was ein wenig verwundert: Hätte man da nicht schon eher drauf kommen können? Vielleicht sogar im Vorfeld von Baustellen?

Besonders übel sind Autofahrer aus Richtung Heiligenhaus dran: Für sie führt der schnellste Weg nach Ratingen City nur noch über Homberg. Viele Fahrer merken das aber erst, wenn sie am Schwarzebruch abbiegen wollen und es nicht geht und sie stattdessen über Lintorf geleitet werden. Was für ein Umweg! Es müsste schon in Heiligenhaus auf die Baustelle mit der Umleitung hingewiesen werden. Aber das ist ja wieder eine andere Stadt. Verwaltungstechnisch gesehen.

joachim.preuss@rheinische-post.de

Quelle: RP
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