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Kreis Mettmann
Einen Bogen nach klassischen Vorbildern bauen

Kreis Mettmann: Einen Bogen nach klassischen Vorbildern bauen
Im Neanderthal-Museum werden Bögen nach historischen Vorbildern gebaut. Sie können anschließend ausprobiert werden. FOTO: Neanderthal Museum
Kreis Mettmann. In der Reihe der beliebten Bogenbauseminare des Neanderthal-Museums in Mettmann steht im August wieder ein Wochenendworkshop auf dem Programm: Am 15./16. August (jeweils 9 bis 18 Uhr) haben Interessierte (ab 16 Jahren bzw. 14 Jahren mit Begleitperson) die Wahl zwischen sechs verschiedenen Bogentypen:

Gebaut werden kann etwa ein Wikingerbogen (nach einem Fund aus Haithabu, 10. Jahrhundert) samt Pfeilen mit für die Zeit typischen Knochenspitzen oder ein mittelalterlicher Langbogen inklusive Hornenden, selbst gedrehter Bogensehne sowie zwei Pfeilen mit Befiederung und Geweihspitzen.

Aus dem Nydammoor (Dänemark) stammt das Vorbild (4./5. Jahrhundert) für den schlanken Nydambogen mit einer achteckig facettierten Spitze aus Geweih. Entscheiden kann man sich auch für einen alamannischen Langbogen (nach einem Fund aus dem 6. Jahrhundert aus Süddeutschland), einen Steinzeitbogen (Holmegaard-Typ, ca. 8 000 v. Chr.) oder für einen Sudbury-Indianerbogen (Nordamerika, 17. Jahrhundert) jeweils inklusive zweier Pfeile mit Befiederung und Geweihspitzen.

Die Teilnahme an dem Workshop kostet zwischen 190 und 210 Euro (abhängig vom Bogentyp). Geleitet wird der Workshop von dem Prähistoriker Johann Tinnes. Er baut seit vielen Jahren Bogen, Pfeile und Zubehör nach archäologischen und völkerkundlichen Vorbildern und hat schon für viele Museen im In- und Ausland Repliken angefertigt.

Im Rahmen des Seminars in der Steinzeitwerkstatt des Neanderthal Museums informiert er über die Geschichte von Pfeil und Bogen und gibt die erforderliche Anleitung für den Bogenbau. Darüber hinaus wird er die Workshopteilnehmer natürlich auch mit der praktischen Handhabung ihrer Bogen vertraut machen. Die Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt, es können auch eigene Werkzeuge mitgebracht werden. Anmeldungen (mit Angabe der Körpergröße für die Bemaßung der Bogenrohlinge und der vollständigen Adresse, da Unterlagen per Post verschickt werden) an den Seminarleiter Johann Tinnes, Stuppstr. 13, 50823 Köln, Tel./Fax 0221-513877, Mobil 0172-2435593, E-Mail j.tinnes.pre-rec@arcor.de oder ans Neanderthal-Museum.

Neanderthal-Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; EMail museum@neanderthal.de; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 9 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 7 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 11 Euro; Ermäßigung für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.

Quelle: RP
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