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Lintorf
Einfach die richtige Schule finden

Lintorf: Einfach die richtige Schule finden
Alexa besucht zurzeit die vierte Klasse der Johann-Peter-Melchior-Schule. In der kommenden Woche wird sie sich - begleitet von ihren Eltern - im Kopernikus-Gymnasium anmelden. FOTO: Achim Blazy
Lintorf. Am kommenden Montag beginnt in den weiterführenden Schulen der Stadt die Anmeldewoche. Die Lintorfer Grundschülerin Alexa Thomas und ihre Eltern erzählen, wie es im fünften Schuljahr weitergehen soll. Von Monika von Kürten

Zum Ende der Grundschulzeit ist noch nicht vorauszusehen, welcher Abschluss in der Zukunft abgelegt werden wird. Ob ein Hauptschulabschluss, die mittlere Reife oder das Abitur angestrebt wird, jedes Kind ist als individueller Einzelfall zu betrachten. Es gilt die Schule zu finden, die den Fertigkeiten und Fähigkeiten des Kindes am besten entspricht.

"Es geht darum, das Kind mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen, es zu fördern und zu fordern, ohne zu überfordern", sagte Grundschullehrerin Ina Großherr-Brinkmann. Sie hilft wie ihre Kollegen aus den Grundschulen bei der Einschätzung der Kinder und Entscheidungsfindung. Im Idealfall haben die Lehrer die schulische Entwicklung, die Arbeitshaltung, das Sozialverhalten sowie die Belastbarkeit schon über mehr als drei Jahre beobachten können.

Alexa besucht zurzeit die vierte Klasse der Johann-Peter-Melchior-Schule. In der kommenden Woche wird sie sich zusammen mit ihren Eltern im Kopernikus-Gymnasium anmelden. Für sie stand diese Schule sehr schnell fest. "Meine große Schwester geht auch auf diese Schule. Sie ist dort sehr zufrieden und hat mir viel davon vorgeschwärmt. Außerdem konnte ich sie schon bei einigen Veranstaltungen und Festen kennenlernen", sagte die Viertklässlerin. Mit ihren Klassenkameraden hat sie sich im Vorfeld schon viel über mögliche neue Schulen unterhalten, und kurzzeitig hatte sie überlegt, wie ihre Freundin zur Liebfrauenschule zu gehen, denn ihr gefiel dort das musikalische Angebot sehr gut.

Doch dann überwogen bei ihr die Vorteile einer bekannten Schule, zu der sie zudem mit dem Fahrrad fahren kann. Angst, ihre Freundin zu verlieren, hat sie nicht. Sie wohnt ganz in der Nähe, man kann sich ja immer noch am Nachmittag treffen. "Außerdem kann man so neue Freunde kennenlernen", sagte sie. Nur wenn sie an die Größe der neuen Schule denkt, wird ihr ein klein wenig unwohl. "Am Anfang gibt es vielleicht ein paar Probleme, sich zurechtzufinden", meinte Alexa. Aber sie ist ja nicht alleine, und ihre große Schwester ist ja auch noch da. Ihre Eltern sind mit der Schulwahl ihrer Tochter zufrieden. Die Schulform passt ihrer Meinung nach gut. "Wir haben bereits ab der 3. Klasse begonnen, ihre Leistungen und Belastbarkeit in Bezug auf die künftige Schule genauer zu beobachten und haben regelmäßig die Elternsprechtage bei der Klassenlehrerin wahrgenommen. Auch ihrer Einschätzung nach ist Alexa auf einem Gymnasium gut aufgehoben", sagte Mutter Brigitte Thomas. Es galt nur noch den richtigen Standort der Schule zu finden. Auch wenn sie sich über eine andere Schule informiert hatten, fiel bei ihnen ihre Wahl schnell auf das Kopernikus-Gymnasium, da sie dort seit zweieinhalb Jahren gute Erfahrungen mit ihrer großen Tochter gemacht haben. Sie kennen dort bereits viele Lehrer sowie Gepflogenheiten. "Der Ruf und die Ausstattung der Schule sowie die Qualität der Lehrer spielen eine wichtige Rolle. Und natürlich ist es von Vorteil, wenn die Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. Das erspart viel Zeit, die ihnen dann mehr für die Freizeitgestaltung bleibt. Es ist auch von Vorteil, dass einige Kinder aus unserer Umgebung auf das Gymnasium gehen möchten. Das erleichtert doch das gemeinsame Erledigen von Hausaufgaben oder Projekten", erklärte Thomas.

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Ob die Entscheidung der Familie richtig war, wird erst die Zukunft zeigen. Ein allgemeingültiges Patentrezept für die Wahl der weiterführenden Schule gibt es leider nicht. Zum Glück ist das Schulsystem aber durchlässig, so dass zum Beispiel nach der zweijährigen Erprobungsstufe die Entscheidung korrigiert werden kann.

Quelle: RP
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