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Ratingen
Einkaufsgutschein ist ein Erfolgsmodell

Ratingen: Einkaufsgutschein ist ein Erfolgsmodell
Mit dem neuen Einkaufgutschein, der Dumeklemmer-Card, hat Nina Bauer rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft Händler und Kunden erfreut. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Etwa 4000 Dumeklemmer-Cards hat das Stadtmarketing bereits ausgegeben. Immer mehr Einzelhändler machen mit. Von Joachim Preuss

Es ist schon jetzt eine der erfolgreichsten Aktionen des Ratinger Stadtmarketings (RMG) seit Jahren: Mit der Einführung der Dumeklemmer-Card hat RMG-Chefin Nina Bauer einen wichtigen Meilenstein zur Stärkung des örtlichen Einzelhandels gelegt: "In den vergangenen drei Wochen gehen täglich die Nachbestellungen ein, so dass wir mit der Bearbeitung alle Hände voll zu tun haben." Die Nachfrage übertreffe deutlich die Erwartungen. Etwa 4000 Cards seien mittlerweile im Umlauf und können bisher bei mittlerweile fast 120 Partner-Geschäften im gesamten Stadtgebiet eingelöst werden.

Das System ist denkbar einfach: Die Dumeklemmer-Card hat einen Wert von zehn Euro und kann bei etlichen Verkaufsstellen erworben werden. Über 120 Geschäfte in allen Ratinger Stadtteilen lösen die Gutscheinkarte mittlerweile ein – Tendenz stark steigend. Vorteil für den Verbraucher: Er muss sich keine Gedanken mehr machen, in welchem Geschäft er einen Geschenkgutschein erwerben will. Vorteil für die teilnehmenden Geschäfte: Die Dumeklemmer-Card sorgt für zusätzliche Kunden. Vorteil für den Stadtkämmerer: Das Geld bleibt hier.

Nina Bauer hat mal nachgerechnet: "Damit bleiben schon jetzt fast 40 000 Euro im Wirtschaftskreislauf der Stadt und kommen so den Unternehmen vor Ort zugute." Und das Weihnachtsgeschäft ist noch nicht einmal gelaufen. Gerade für "den letzten Drücker" eignet sich die Dumeklemmer-Card.

Die Kaufkraft pro Einwohner in Ratingen beträgt nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Jahr 2013 im Durchschnitt 23 592 Euro. Somit liegt der Kaufkraftindex mit 114,4 pro Einwohner weit über dem Bundesdurchschnitt. Doch der örtliche Einzelhandel profitiert nicht im dem Maße, wie es möglich wäre. Seit vielen Jahren wird beklagt, dass die reichen Dumeklemmer ihr Geld in den umliegenden Großstädten ausgeben.

Gestern kamen bei der RMG bereits die ersten Gutscheine wieder auf den Tisch: Geschäftsleute geben dort die bei ihnen eingelösten Karten ab und bekommen den Gegenwert via Sparkasse überwiesen. Sechs Prozent gehen davon ab für die Bearbeitung. "Kostendeckend ist das nicht", so Nina Bauer, besonders nicht, wenn man die Werbung dazurechne. Die Erstauflage liegt bei 10 000 Karten – Reserve ist also noch vorhanden. Mit der Rückgabe der meisten Karten, also nach der Einlösung durch die Beschenkten, wird im Januar gerechnet: "Dann geht der Kreislauf los."

Mit der Zahl der Akzeptanz-Stellen steigt auch die Zahl der Ausgabestellen. Es sind diese: Allwetterbad, Bella–Bello, Buch-Café Peter & Paula, Café Conditorei Droste, Der Dumeklemmer, DEMA Schuh-Fachgeschäft, Johann + Wittmer, Kino 1 & Kino 2, Museum, Möllmann Metzgerei und Partyservice, Sparkasse HRV Hauptgeschäftsstelle, Spiel & Buch, Tourist-Information der Stadt, Victor-Fashion und Wein-Garten (Stand gestern).

Einen Link zur aktuellen Liste der Akzeptanzstellen finden Smartphone-Nutzer unter dem QR-Code auf der Rückseite der Cards.

Quelle: RP
 
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