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Breitscheid
Endlich grünes Licht für den Kreisel

Breitscheid: Endlich grünes Licht für den Kreisel
Die oft verstopfte Kreuzung vor dem Einkaufszentrum in Breitscheid wird voraussichtlich in 2019 durch einen fünf-armigen Kreisverkehr ersetzt. Das Einkaufszentrum bekommt eine eigene Zu- und Abfahrt in den Kreisel. FOTO: Achim Blazy
Breitscheid. Im Jahre 2019 soll der Kreisverkehr vor dem Einkaufszentrum in Breitscheid fertig sein. Baumarkt will erweitern. Von Joachim Preuss

Viele lange Jahre wurde diskutiert und um eine Lösung gerungen: Die Verkehrssituation vor dem Einkaufszentrum am Kahlenbergsweg/An der Hoffnung ist unübersichtlich, gefährlich und wird durch dauernde Ausfälle der Uralt-Ampelanlage zum echten Abenteuer für Verkehrsteilnehmer. Der längst beschlossene Bau eines Kreisverkehrs musste wie berichtet zuletzt auf Eis gelegt werden: Der Besitzer des Einkaufszentrums hatte gewechselt, die alten Absprachen über die Abtretung einer kleinen Fläche für eine direkte Auffahrt aus dem Kreisverkehr waren zunächst hinfällig. Doch Baudezernent Jochen Kral hat nun auch den neuen Besitzer, der aus dem Hamburger Raum stammt, von der Kreisel-Lösung überzeugen können - nun kann es losgehen.

Inzwischen haben sich die veranschlagten Planung- und Baukosten von einst etwa 1,23 Millionen Euro auf stolze fast 1,5 Millionen Euro erhöht. Der Eigenanteil der Stadt Ratingen beträgt etwa 327.000 Euro, den Rest teilen sich Straßen.NRW, Kreis und Eigentümer. Im Hauptausschuss wurde jetzt einstimmig grünes Licht gegeben - die Erleichterung, dass die Kuh nun endlich vom Eis ist, ist deutlich spürbar. Auch die Anwohner dürften bald aufatmen - denn wegen der ständig verstopften Kreuzung nutzen viele Kunden des Einkaufszentrums verbotswidrig die Straße An der Hoffnung, um dem Gewusel zu entgehen. Das belastet wiederum das angrenzende Wohngebiet.

Jörg Maaßhoff, CDU-Ratsherr aus Breitscheid, ist einer der Motoren in dieser Sache. Er freute sich über das Abstimmungsergebnis und lobte vor allem die erfolgreichen Verhandlungen von Kral mit dem Grundstückseigentümer. Entscheidend für den Stimmungswechsel des Investors sei wohl der Umstand gewesen, dass der Hagebau-Markt, der soeben in den Räumen des Vorgängers Toom eröffnet hat, eine Erweiterung plant. Die Rede ist von einem Gartencenter. Mehr Verkaufsfläche bedeutet mehr Verkehr: So machte Kral dem Grundstücksbesitzer die Kreisel-Lösung doch noch schmackhaft. Man könnte auch sagen: ohne Kreisel keine Genehmigung zur Erweiterung.

Nun bekommt das Einkaufszentrum aus dem Kreisel heraus eine eigene Auffahrt und gibt dafür die benötigte Fläche ab. Damit wird der Kreisverkehr fünf "Arme" haben. Die Vorplanungen stehen bereits. Maaßhoff rechnet damit, dass Restplanung und Ausschreibung im kommenden Jahr über die Bühne gehen und dann ab Jahresende oder in 2019 begonnen wird. Die Fertigstellung soll aber in jedem Fall 2019 sein.

Einen weiteren positiven Effekt erhoffen sich die Verkehrsplaner von der Größe des Kreisels: Denn die Ein- und Ausfahrt zum Kahlenbergsweg wird näher an die gefährliche Einmündung der Tangente zur B227/Kölner Straße rücken und Raser ausbremsen. Dort hat es in der Vergangenheit schwere Unfälle gegeben. Mit einem Stopp-Schild hat man versucht, die Situation zu entschärfen. Zwar gilt dort Tempo 70, doch wird dagegen oft verstoßen. Dazu kommt eine Sichtbeeinträchtigung durch die B227-Brücke.

Quelle: RP
 
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