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Hösel
Erinnern an vergessene Musikwerke

Hösel. Das Oberschlesische Landesmuseum verlängert seine Doppel-Sonderschau.

Wer den Rest der Sommerferien oder die Zeit danach mit kulturellen Inhalten füllen möchte, der hat dazu im Oberschlesischen Landesmuseum, Bahnhofstraße 62, ausreichend Gelegenheit. Zahlreiche Ausstellungen warten dort - und das zu ganz unterschiedlichen Aspekten.

Verlängert bis Mitte November wurde zum Beispiel die Doppelausstellung "Mutter Eva" und "Heinrich Schulz-Beuthen". "Seit fast drei Monaten präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum erfolgreich seine beiden Sonderausstellungen über den schlesischen Komponisten Heinrich Schulz-Beuthen und die Tochter der oberschlesischen Industriellenfamilie Tiele-Winckler, Mutter Eva, bereits erfolgreich", sagt Susanne Peters-Schildgen vom Museum. Eva von Tiele-Winckler (1866-1930) kümmerte sich angesichts der wachsenden Armut der Arbeiterschaft, die durch die florierende Industrie entstanden war, um Bedürftige und Schutzlose. Heinrich Schulz-Beuthen (1838-1915) war ein bedeutender deutscher Komponist der Romantik, dessen Werke mittlerweile in Vergessenheit geraten sind. Die Ausstellung erweckt das Werk des Komponisten wieder zum Leben: Was bedeutete es für Heinrich Schulz-Beuthen zu komponieren? In welchen musikalischen Vorbildern suchte er Inspiration?

Noch bis Mitte Oktober heißt es "Für Leib und Seele. Von der Kultur des Essens und Trinkens". Jeder Mensch muss essen und trinken. Doch wie hat er zu unterschiedlichen Zeiten seine Nahrung beschafft, zubereitet, haltbar gemacht, verteilt und verzehrt? Wie wird aus Korn Mehl und aus Milch Butter? Was muss passieren, damit eine Kuh Milch gibt? Wie wurden Lebensmittel vor der Erfindung des Kühlschranks aufbewahrt? Warum isst man bei uns mit Messer und Gabel und in China lieber mit Stäbchen? Auf mehr als 500 Quadratmetern und mit rund 1.300 Objekten spannt sie einen Bogen von Erzeugung und Anbau über Weiterverarbeitung und Vermarktung, Konservierung und Vorratshaltung sowie Verwendung und Zubereitung bis hin zum Verzehr von Lebensmitteln.

Dazu gibt es öffentliche Sonntagsführungen mit wechselnden Themenschwerpunkten und kleinen Kostproben. Die nächsten Führungen finden an folgenden Sonntagen jeweils um 15 Uhr statt: 21. August, 18. September, 16. Oktober, 6. November und 4. Dezember.

Anmeldungen zu den Führungen an den Sonntagen werden telefonisch unter 965-0 erbeten.

(wol)
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