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Ratingen
Erste Ratinger Weinmesse lockt Genießer

Erste Ratinger Weinmesse l2016 ockt Genießer
Eleonore Jost probiert einen Weißwein am Stand von Leib & Rebe von Petra Eckert und Manuela Welling (links). FOTO: Achim Blazy
Ratingen. 26 Aussteller präsentierten im Landhotel Krummenweg ihre edlen Tropfen und gaben viele Tipps. Von Dirk Neubauer

Eleonore Jost taucht mit der Nase in das Glas Souvignon Blanc und zieht, deutlich hörbar, die Luft ein. "Frisch und fruchtig ist es", sagt die Ratinger Genießerin, die eigentlich ein Faible für trockenen Riesling hat. Petra Eckert von "Leib und Rebe" in Ratingen hat ihr den Franzosen aus deutschem Hause einfach in die Hand gedrückt. "Der hat eine gute Nase ganz aus eigener Kraft heraus", sagt Frau Jost und schlotzt einen Schluck. "Nicht schlecht. Ein wenig später an diesem Samstag gibt es dann eine kleine Sensation im Landhotel Krummenweg. Die erklärte Weißweinliebhaberin Eleonore Jost wird mit einem Glas Rotwein gesehen. "Und der hat richtig gut geschmeckt. Das war ein Schwarzriesling aus der Pfalz", sagt sie.

Auf Erlebnisse wie diese hat Hoteldirektorin Kerstin Krämer gesetzt, als sie die 26 Aussteller für die erste Ratinger Weinmesse in ihrem Hause verpflichtete. Sommelier und Restaurantleiter Gerhard Janisch gab Tipps. Und so ist, unweit des Breitscheider Kreuzes, eine kleine Weinstraße entstanden - mit überwiegend deutschen Anbietern spannender Gaumengenüsse. Wie dem Schwarzriesling aus dem Weinhaus Zwick im pfälzischen Walsheim. Beim Schwarzriesling handelt es sich um eine uralte Traube, die so wächst und aussieht wie Riesling - und auch so spät geerntet wird - aber eigentlich ein biologischer Verwandter des Blauen Spätburgunders ist - nur der guten Ordnung halber. Bei "Leib und Rebe" gibt es neben Wein auch bestes Olivenöl. Und Trüffelschokoladen, an denen viele naschen. Im Mittelpunkt des Probiertisches aber steht der Rebensaft, von dem die Kunden immer mehr verstehen, wie Petra Eckert beobachtet hat.

Und wenn dann doch ein durch Hopfen und Malz geprägter Biertrinker vorbeikommt, hat Petra Eckert ihre eigene Technik, dessen Gaumen zu kitzeln. "Ich lasse die Menschen erst völlig gegensätzliche Weine kosten und dann arbeiten wir uns gemeinsam zu dem Wein vor, der es am Ende sein soll." So wie sie das erzählt, klingt es beinahe wie Arbeit. Ob handgemachte Marmeladen von Andrea Lemke aus Hösel oder die erst seit kurzem erhältlichen Liköre und Brände von Sebastian A. Schad und Michael Seher aus Haan: Die Produkte der ersten Ratinger Weinmesse konnten sich alle Gäste auf der Zunge zergehen lassen. Der Erlös einer begleitenden Tombola kommt dem Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf zu Gute.

Quelle: RP
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