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Kreis Mettmann
Erzieher lernen Babyzeichensprache

Kreis Mettmann. So läuft die Kommunikation in den Kitas viel entspannter.

Immer mehr Kinder unter einem Jahr besuchen Kindertagesstätten im Kreis Mettmann. Da sie das eigentliche Sprechen noch lernen müssen, stellen sich die Fachkräfte häufig die Frage: Wie verstehe ich das, was das Kind mir mitteilen möchte, beispielsweise wenn es einen Vogel sieht oder einen Ball zum Spielen?

Das Netzwerktreffen der Lott-Jonn-Initiative Kinder- und Jugendgesundheit widmete sich diesem körpersprachlichen Thema. Svenja Pesch und Kristina Döhler, Erzieherinnen aus der privaten Kindergruppe e. V. in Haan, nutzen seit mehr als sechs Jahren die Babyzeichensprache.

Die Zeichensprache ist angelehnt an die deutsche Gebärdensprache, um mit den Allerkleinsten zu kommunizieren - und dies mit großem Erfolg. Grund genug für Lott-Jonn, diese Methode anderen Kitas vorzustellen. Beide Fachfrauen erläuterten und demonstrierten den Teilnehmern, wie es gelingt, mit Kindern einfache Zeichen für verschiedene Lebensmittel wie Brot, Käse und Milch, sowie für Begriffe wie Mama, Papa oder Farben im Alltag zu vermitteln und zu verwenden. Auch Zeichen für Bitte, Danke und das Ausdrücken von Gefühlen sind im Einsatz.

"So entstehen viele positive Effekte im Kita-Alltag. Die Kinder sind zufriedener, die Lautstärke in den Gruppen verringert sich und die Kinder lernen schneller die gesprochene Sprache", erläutert Ingrid Rössler, Mitarbeiterin im Lott-Jonn-Team des Kreisgesundheitsamtes. "Das animiert auch viele Eltern, die Babyzeichensprache zu erlernen und so mit den Kindern zu kommunizieren."

Ebenfalls sehr hilfreich zeigt sich die Methode bei der Eingliederung von Kindern aus anderen Herkunftsländern.

Quelle: RP
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