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Ratingen
Es gibt Geld für neue Fassaden

Ratingen: Es gibt Geld für neue Fassaden
Die Erfolge des Fassadenprogramms stellten (v.l.) Karsten Hoeing, Kathrin Beckmann, Hilmar Loy und Dezernent Jochen Kral gestern auf der Bechemer Straße vor. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Alles nur Fassade auf der Bechemer Straße? Von wegen! Hinter dem großen Sanierungsprojekt für die Gebäude 56 und 58 stecken viel Detailarbeit und ein konstruktives Miteinander. Von Norbert Kleeberg

Hilmar Loy, dem die Immobilien gehören, Karsten Hoeing vom Innenstadtbüro und Quartiersarchitektin Kathrin Beckmann haben mit Hilfe von Fachfirmen ein Vorhaben realisiert, das sich buchstäblich sehen lassen kann.

Die Fassade ist neu an den Gebäuden. Loy hat 18.000 Euro ausgegeben, die Hälfte steuert die Stadt bei. Hoeing erklärte: "Nach Beratung durch unser Innenstadtbüro können interessierte Eigentümer aus dem Stadtumbaugebiet Zuschüsse für die Neugestaltung und Wiederherrichtung von Fassaden beantragen." Das hat Loy getan. Die Zuwendung beträgt 50 Prozent der Kosten bis zu einer Höhe von 60 Euro pro Quadratmeter, also maximal 30 Euro pro Quadratmeter.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es auch eine kostenfreie Fachberatung, für die Quartiersarchitektin Kathrin Beckmann gesorgt hat. Sie betonte gestern, dass man bei der Farbauswahl für die Fassade Rücksicht auf das denkmalgeschützte Haus mit der Nummer 62 nehmen musste. Knallige Töne hätte man nicht wählen dürfen. Und so passt sich die neue Fassade sehr gut, aber eher unauffällig in die Häuserreihe ein. Loy ließ das Dach auf den Gebäuden 56 und 58 gleich mitmachen, musste für die Reparatur aber komplett selbst aufkommen. Der Vorteil: Das Gerüst konnte für beide Maßnahmen (Dach und Fassade) genutzt werden.

Das Fassaden- und Hofflächenprogramm wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Seit dem Start konnten bereits vier Fassaden deutlich aufgewertet werden. Aktuell berät das Innenstadtbüro rund 20 Immobilien.

Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, hob gestern die Bedeutung des "Integrierten Handlungskonzeptes" (Intek) heraus. Dabei gehe es darum, öffentliche Projekte in Angriff zu nehmen, aber auch private. Dem Planungsdezernenten geht es um das optische Erscheinungsbild der Stadt, und er sieht die Möglichkeit, Privatinitiativen von Bürgern nachhaltig zu fördern. Bisher war das Ganze auf den Innenstadtkern bezogen, doch angrenzende Straßen wie die Bechemer Straße spielen mittlerweile eine Rolle. Dafür hat sich auch der Rat ausgesprochen: Man will das erweiterte Entree zur Innenstadt verschönern.

Mittlerweile hat sich das Projekt auf der Bechemer Straße bei Anwohnern herumgesprochen. Loy will auch das Haus mit der Nummer 54 sanieren. "Das kommt im nächsten Jahr dran", bekräftigte er.

Quelle: RP
 
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