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Ratingen
Experte gibt Tipps für schöne Gärten

Ratingen. Bei der offenen Gartenpforte beantwortete Kleingärtner-Chef Klaus Mönch Fragen rund um Pflanzen- und Tierwelt. Von Monika von Kürten

Mönch führte die Besucher bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr durch die Anlage an der Daniel-Goldbach-Straße. Dabei zog er für das bisherige Gartenjahr eine positive Bilanz. Das Wetter konnte dem Gemüse, den Kräutern und Zierpflanzen nichts anhaben. Allerdings musste bei den langen Trockenperioden häufiger gegossen werden. "Zur Zeit der Obstblüte hatten wir Glück, dass es keinen Frost gab. Durch den milden Winter und die ausgeglichenen Frühjahrestemperaturen konnten die Honigbienen ihre Bestäubertätigkeit zeitig aufnehmen", so Mönch.

"Nachteil der ausgeglichenen Temperaturen ist jedoch, dass wir in diesem Jahr ein Wespenjahr haben. Tipps gegen die Plagegeister gibt es einige, aber wirklich wirksam sind keine. Viele ziehen die Insekten sogar nur mehr an", sagte Mönch. Weitere "unliebsame Besucher" wie Schnecken, Ameisen, Läuse & Co an den Pflanzen und in den Beeten gab es laut Mönch bisher nicht mehr als in den Vorjahren auch. Um diese loszuwerden, rät er, zunächst die erkrankten Zweige und Äste der befallenen Pflanzen zu entfernen, denn dort fühlen sich die Schädlinge am wohlsten. Auch der Einsatz von Nutzinsekten, wie zum Beispiel Marienkäfer oder Florfliegen bei Läusen, kann sich bewähren. Aufgüsse aus Zinnkraut und Brennnesselsud stärken die Pflanze. Erst wenn das alles nichts wirkt, sollte der Gärtner zum Gift greifen oder die erkrankte Pflanze wegwerfen. Der Hobbygärtner ist ja in der Regel nicht auf den Gemüse- oder Obstertrag angewiesen, auch wenn der Verlust natürlich schade ist.

Beim Gemüse gibt es Pflanzen, die sich mit anderen Pflanzen bestens vertragen und sich gegenseitig Schädlinge fernhalten wie zum Beispiel Erdbeeren und Knoblauch sowie Zwiebeln, Kohl und Spinat oder Erbsen und Gurken. Dem gegenüber stehen allerdings aber auch Mischkulturen, die sich gar nicht vertragen: Erbsen und Bohnen, Tomaten und Gurken, Kartoffeln und Tomaten, Zwiebeln und Kohl.

Ein weiterer Hinweis des Fachmannes betrifft die Verwendung von Kunstdünger. Man solle unbedingt auf die Empfehlungen auf der Packung achten: " Zu viel Dünger ist Gift für die Pflanzen. Die Pflanzen wachsen dann sehr schnell, dabei geht aber die Stabilität verloren und sie fallen um. Bester Dünger und Bodenverbesserer ist Kompost, er enthält alle Nährstoffe im ausgewogenen Verhältnis."

Auch beim Gießen der Pflanzen ist Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt, dass man morgens und nicht in der prallen Mittagssonne gießt, um einen Temperaturschock zu vermeiden. Bei empfindlicheren Pflanzen (Tomaten oder Gewächshausgurken) sollte nur der Fuß gegossen werden. Wasser auf den Blättern führt zu einer Pilzerkrankung. Das Gießwasser auf den Blättern trocknet nämlich schlecht ab und die Pflanzen (sowie später auch die Früchte) bekommen Krautfäule.

Ein schöner Garten muss auch gepflegt werden. Laut Mönch ist ein mit Stauden bepflanzter Garten pflegeleichter als eine große Rasenfläche. Je geringer der Arbeitsaufwand ist, desto mehr Zeit hat man, um sich an der Natur zu erfreuen. Teilt man sich den Garten in Gebiete ein und bearbeitet regelmäßig pro Tag nur eins davon, hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen.

Quelle: RP
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