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Ratingen
Feuer in der Dach-Wohnung: Mann außer Lebensgefahr

Ratingen: Feuer in der Dach-Wohnung: Mann außer Lebensgefahr
Nach dem Brand: Die Spuren des Feuers an der Außenfassade des Gebäudes auf der Bruchstraße sind erkennbar. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Bruchstraße: Ursache war wohl angebranntes Essen.

Dramatische Rettungsaktion und Großeinsatz für die Feuerwehr am gestrigen Sonntagmorgen. Um 6.07 Uhr wurden die Einsatzkräfte mit dem Einsatzstichwort "Feuer - Person in Gefahr!" in die Bruchstraße alarmiert. Grund war der Brand in einer Dachgeschosswohnung: Der 24-jährige Bewohner hatte sich in der Not in das Badezimmer begeben, war aber auch dort massiv durch Brandrauch und Hitze akut gefährdet.

Die Feuerwehr setzte in dieser sehr schwierigen Situation zwei Angriffstrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie ein Sprungpolster ein. Der durch den Brandrauch bereits lebensgefährlich verletzte Bewohner ließ sich in das Sprungpolster fallen, wurde dann in eine Spezialklinik nach Aachen transportiert. Am Abend teilte die Polizei mit, dass der Mann nicht mehr in Lebensgefahr schwebe. Ursache für das Feuer war offenbar angebranntes Essen.

Der Brand konnte unterdessen mit Hilfe zweier C-Rohre schnell gelöscht werden. Die Belüftungs- und Kontrollmaßnahmen im Dachgeschoss und Spitzboden machten einen umfassenden Personaleinsatz erforderlich.

Die Bewohner der anderen fünf Wohnungen wurden während der Maßnahmen an der Einsatzstelle betreut, konnten aber danach in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Brandräume sind unbewohnbar und wurden gestern der Kripo übergeben.

Die Feuerwehr Ratingen war insgesamt mit 52 Einsatzkräften vor Ort. Die zuerst eingetroffenen zehn Einsatzkräfte des beruflichen Abmarsches der Ratinger Feuerwehr konnten nur unter erheblichem persönlichen Einsatz alle in den ersten Minuten erforderlichen Aufgaben zur Menschenrettung bewältigen - bis wenig später die umfangreich alarmierten Kräfte der Standorte Mitte, Tiefenbroich und Lintorf der Freiwilligen Feuerwehr eingetroffen waren. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen mit rund 20 000 Euro beziffert.

(RP/kle)
 
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