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Ratingen
Feuerwehr einen Tag lang im Dauerstress

Ratingen. Von einem beschaulichen Sonntag konnte bei der Ratinger Feuerwehr keine Rede sein. Nachdem haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Hauptwache und des Löschzuges (LZ) Tiefenbroich wegen der Unterstützung des Rettungsdienstes nach Ratingen West gefahren waren, folgte kurze Zeit später - ebenfalls im Stadtteil Ratingen West - Großalarm für die Feuerwehr. Ein Rauchmelder in einem der Hochhäuser an der Berliner Straße hatte ausgelöst. Die Kreisleitstelle Mettmann entsandte Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr des LZ Mitte, des LZ Tiefenbroich sowie des LZ Lintorf zu den Hochhäusern. Die Erkundung ergab, dass ein technischer Defekt der Auslöser war. Für die Bewohner bestand aber keinerlei Gefahr.

Wenig später ertönten erneut die Alarmlautsprecher am Voisweg und forderten die hauptamtlichen Brandschützer sowie den Rettungsdienst auf die Autobahn 3, um nach einem Verkehrsunfall Verletzte zu versorgen, die Unfallstelle abzusichern und ausgelaufene Betriebsmittel aufzunehmen.

Parallel zu dieser Alarmierung musste der Einsatzführungsdienst B mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr LZ Mitte sowie Lintorf zu einem ausgelösten Heimrauchmelder auf die Lochnerstraße fahren. Dort stellten mehrere ausgelöste Rauchmelder ihre lebensrettenden Eigenschaften unter Beweis. Ein Bewohner hatte eine Herdplatte in der Küche nicht abgeschaltet und sich zum Schlafen hingelegt. Gegenstände in der Küche hatten sich entzündet und die Wohnung vollständig verraucht. Nachdem die Einsatzkräfte unter Atemschutz den Mieter aus der Wohnung geholt hatten, wurde der Brand schnell gelöscht. Der Mieter wurde dem Rettungsdienst übergeben, die Wohnung wurde gelüftet. Alle übrigen Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. In den Mittags- und Abendstunden musste die Berufsfeuerwehr noch zwei Mal zu Einsatzstellen ausrücken, an denen die Bewohner die Tür nicht mehr öffnen konnten. Eine Ölspur auf der Wallstraße, die von den Einsatzkräften des LZ Mitte sowie dem Kleineinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr abgearbeitet wurde, komplettierte den Sonntag. Acht Einsätze bis 20 Uhr waren ein außergewöhnlich hohes Aufkommen, das nicht zuletzt durch die gute Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt bewältigt werden konnte.

(RP/kle)
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