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Heiligenhaus
Firmen können Glasfasernetz nutzen

Heiligenhaus. Der Breitbandausbau geht zügig voran, ein Standort für die Packstation scheint gefunden. Probleme mit der Postfiliale sind aber noch nicht gelöst. Das waren Themen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Von Henry Kreilmann

Zum vergangenen Wochenende wurde die Packstation auf dem Parkplatz Westfalenstraße/Kettwiger Straße abgebaut (unsere Zeitung berichtete). Dies geschah nicht nur zum Erstaunen der Nutzer, sondern auch die Stadt wurde davon überrascht. Im Wirtschaftsförderungsausschuss wurde das Thema Packstation auf Antrag der CDU auf die Tagesordnungsliste gesetzt.

Packstation Im Antrag heißt es: "Es sei zu erwarten, dass es zu deutlichen Engpässen beim Paketempfang und -versand der Bürgerinnen und Bürger kommt bzw. diese ihre Pakete zukünftig in Velbert oder Ratingen abholen müssen." Dazu Bürgermeister Jan Heinisch: "Auch für uns kam der prompte Abbau der Packstation unerwartet. Die Kündigung des Mietvertrages hat es gegeben, wir haben aber keinen sofortigen Abbau gefordert." Man sei zu der Zeit bereits mit der DHL im konstruktiven Gespräch gewesen. "Die DHL hat Interesse angemeldet, ihre Packstation zu vergrößern und für uns als Stadt wiederum war klar, dass der Standort dort nicht mehr haltbar war. Wir haben also Alternativen vorgeschlagen, eine gefunden und sind uns auch in der Summe einig", erklärt Heinisch.

Wo der angedachte Standort für eine größere Packstation konkret liegen soll, wollte der Bürgermeister, zumindest im öffentlichen Teil der Sitzung, noch nicht verraten, kündigte aber an: "Er liegt mitten in der Innenstadt und ist gut zu erreichen. Sowohl für die Kunden als auch für den Anlieferverkehr."

Postfiliale Dazu passend wurde die Anfrage über den Sachstand kurzerhand noch um das generelle Thema "Postfiliale" ergänzt. Die tatsächliche Öffnungszeiten der Post am Ort seien so unübersichtlich, dass man als Kunde überhaupt nicht mehr wisse, wann man dort seine zum Teil dringenden Geschäfte machen solle, bemerkt CDU-Fraktionschef Ralf Herre: "Ich habe Zweifel, dass die Post ihren Versorgungsauftrag hier noch erfüllen kann. Wir müssen Druck machen." Mit diesem Thema hatte sich Peter Parnow, Chef der Wirtschaftsförderung, aufgrund wiederholter Beschwerden von Privat- und Unternehmenskunden an die Post gewandt und eine Stellungnahme angefordert, die lag zur Sitzung der Wirtschaftsförderer noch nicht vor, soll aber zum Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch präsentiert werden.

Breitbandausbau Weitgehend positive Nachrichten gab es vom Breitbandausbau zu berichten. Wirtschaftsförderungs-Chef Peter Parnow erklärte: "NetCologne kommt mit dem Ausbau gut voran. Die insgesamt etwa 70 Verteilerkästen, um das sogenannte Vectoring zu betreiben, sind bereits aufgestellt, dazu hat es überall diese kleinen Aufbrüche gegeben." Der eigentliche Ausbau, die Verlegung von Leerrohren durch die dann das Glasfaserkabel geschoben wird, gehe ebenfalls zügig voran. "Von insgesamt 25 Kilometern sind bereits 13,3 verlegt worden. Im März will man fertig sein." Im Zuge dieser Bauarbeiten kam es auch auf der unteren Hauptstraße zu notwendigen Baumaßnahmen, weil dort eine Wasserleitung angebohrt hatte. Nachdem NetCologne bereits mit der Privatkunden-Akquise begonnen hat, werden seit dieser Woche auch gezielt potenzielle Kunden aus der Wirtschaft angesprochen. Für sie besteht die Möglichkeit, sich mit einem Baukostenzuschuss direkt an das Glasfaserkabel anschließen zu lassen.

Für die Politik gilt es nun zu diskutieren, ob man die Kosten tragen wolle, auch Schulen direkt an das Glasfaserkabel anzuschließen.

Quelle: RP
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