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Landesunterkunft in Heiligenhaus
Flüchtlinge wollen endlich verlegt werden

Heiligenhaus. An der Landesunterkunft für Flüchtlinge in Heiligenhaus haben am Dienstag etwa zehn Bewohner für Aufsehen gesorgt. Die Bezirksregierung hat auf Nachfrage bestätigt, dass es "Unruhen" gab, weil sie "schon länger als üblich dort untergebracht sind". 

Laut Polizei, die um 16.48 Uhr alarmiert wurde, hatten sich die Männer mit nacktem Oberkörper teilweise die Haut aufgeritzt. Letztlich mussten die Beamten nicht eingreifen. "Es war kein Fall für die Polizei", sagte Sprecher Ulrich Löhe auf Anfrage. Die für die Unterkunft in einer ehemaligen Schule Am Sportfeld zuständige Bezirksregierung Düsseldorf sagte auf Anfrage, dass man umgehend veranlasst habe, dass "zumindest ein Bewohner mit der längsten Verweildauer noch in dieser Woche seine kommunale Zuweisung erhalten wird, die anderen ebenfalls noch im Laufe des Mai". 

Die Verweildauer einiger Bewohner sei "bedauerlicherweise höher, als es auch für uns wünschenswert wäre. Teils ergeben sich Verzögerungen durch die Registrierungssystematik, teils muss aber auch den Kommunen zunächst Gelegenheit gegeben werden, angemessen Wohnraum zu schaffen, bevor man die Flüchtlinge in die kommunale Obhut übergibt".

Die Stadt Heiligenhaus hat das alte Schulgebäude an die Bezirksregierung vermietet. Die Unterkunft soll mittelfristig durch eine Traglufthalle ersetzt werden. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur städtischen Unterkunft an der Ludgerusstraße. Dort ist die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge, die der Stadt zugewiesen werden. Das Sozialamt setzt verstärkt auf dezentrale Unterbringung. Zu diesem Zweck wurden 36 Wohnungen in einem Haus an der Harzstraße angemietet. Der Wohnraum dort ist in erster Linie für Familien gedacht. Die Wohnungen werden von der Diakonie betreut. Die Landesunterkunft Am Sportfeld betreibt der Essener Verein European Homecare.

(irz)
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