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Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt
Fraktion der Optimisten will die digitale Stadt fördern

Ratingen. Die plötzliche Verwandlung lässt aufhorchen: Die Fraktion der Piraten heißt jetzt anders - und zwar Fraktion der Optimisten. Man gibt sich ein neues Leitbild und fordert eine digitale Vision.

Es ist ein erstaunlicher Vorgang: Die Piraten in Ratingen sind - kommunalpolitisch gesehen - untergegangen. Aufgetaucht ist ein neuer Name, der nun für den Aufbruch der zweiköpfigen Fraktion steht: Optimisten. So nennen sich Thomas Woywod und Jochen Drahorad ganz offiziell - und sie wollen damit dokumentieren, dass sie sich und der Stadt ein neues Leitbild geben möchten. Klar ist: Ratingen steht vor großen digitalen Herausforderungen.

Woywod, der aus der Branche kommt, weiß nur zu gut, dass die Stadt auf diesem virtuellen Feld noch sehr viel tun muss. Man befinde sich erst am Anfang des Weges, betont der Fraktionschef, der zusammen mit seinem Stellvertreter eine Digitalisierungsoffensive für die Ämter und die Politik fordert. Zudem will man einen kommunalen Investitionsfonds auflegen, der mittelständische Unternehmen fördert. "Ratingen fehlt noch eine digitale Vision", betont Woywod.

Die Fraktion der Optimisten will sich mit einem eigenen Markenkern von der politischen Konkurrenz abheben. Auch deshalb kommt die Verwandlung zur rechten Zeit: Seit drei Jahren sitzt man nun im Rat, hat viel gelernt und vor allem die Erfahrung gemacht, dass man mit Blick auf den nächsten Wahlkampf die Konturen schärfen muss. Dies bedeutet, dass die Optimisten vor allem Fachleute für digitale Visionen sein wollen - denn virtuelle Welten werden mehr denn je den Alltag bestimmen.

Die Fraktion macht sich für eine "Digital-Volkshochschule" stark. "Das Rüstzeug zur Teilhabe an einer digitalen Gesellschaft entsteht nicht von allein - und die gewaltige Aufgabe der Integration von Einwanderern kann so auch digital unterstützt werden", heißt es in einem Papier der Fraktion, das uns vorliegt.

Fazit: Die Optimisten (früher Piraten) blasen zur großen Digital-Offensive. Nun müssen Taten folgen. Man darf auf die Ergebnisse sehr gespannt sein.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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