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Heiligenhaus
Frauen kommen als Boten ihrer Städte

Heiligenhaus. Der Internationale Treff wird volljährig. Am Wochenende kommen Gäste aus Meaux und Mansfield. Außer Grund zum Feiern gibt es Fragen zur Zukunft der deutsch-französischen Partnerschaft mit Meaux zu klären, mahnt die SPD. Von Paul Köhnes

Im vergangenen Jahr war es Mansfield, diesmal nun ist Heiligenhaus wieder Gastgeber des internationalen Frauentreffs. Das Datum ist ein besonderes: Der Treff, 1998 von Uschi Klützke, Lorna Carter und Jill Borch in der Partnerstadt Mansfield gegründet, wird sozusagen volljährig.

Eine Gruppe von 15 Heiligenhauser Frauen aller Altersgruppen und Interessen hat sich zusammengetan und ein Programm zusammengestellt. Und sie freuen sich schon auf sieben Gäste aus Mansfield und sechs aus Meaux. Uschi Klützke setzt damit ein Programm fort, dem vor 18 Jahren kaum jemand optimistisch eine so lange Lebensdauer prophezeit hatte. "Im Gegenteil, in Meaux gab es einige Skepsis - vor allem unter prominenten Herren", sagt Klützke augenzwinkernd im Rückblick. Aber diesen Herren hat man es ebenso gezeigt wie denen zu Hause.

Das Wochenende steht auch deshalb unter besonderen Vorzeichen, weil die Besucherinnen aus Großbritannien exakt einen Tag nach dem Votum pro oder contra EU-Verbleib ("Brexit") kommen . Das Meinungsbild in der internationalen Frauengruppe ist nach Klützkes Worten eindeutig: "Niemand ist für den Austritt." So sehr in Sachen Frauentreff alles nach eitel Sonnenschein aussieht - die SPD am Ort sieht Bedarf, über die deutsch-französische Städtepartnerschaft zu debattieren. Das soll im Kulturausschuss am Donnerstag geschehen. "Seit dem letzten Jahr finden traditionelle Aktivitäten zwischen den Städten Heiligenhaus und Meaux nicht mehr statt. Weder war Heiligenhaus mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Meaux vertreten, noch waren die französischen Gäste mit ihrem beliebten Stand auf unserem Stadtfest", heißt es in einer Mitteilung. Die SPD Heiligenhaus fragt, warum dieser Austausch nicht mehr stattfindet und wie dieser wieder mit Leben gefüllt werden könnte.

Das Programm der Frauen: Am Freitag kommen die Engländerinnen früh morgens auf dem Flughafen Düsseldorf an, wo sie abgeholt werden und direkt in die Realschule am Nordring geführt werden. Dort findet die Abschlussfeier der Zehntklässler statt und Elisabeth Lux, Realschullehrerin und Mitglied der Gruppe, hatte die Idee, die englischen Damen zu diesem typisch deutschen Fest einzuladen. Lorna Carter aus Mansfield begrüßt dies sehr und hält die Überraschung für ihre englischen Freundinnen noch geheim.

Anschließend trifft man sich bei Uschi Klützke, wo die Gäste aus Meaux eintreffen und nach einer Begrüßung von den Gastgeberinnen abgeholt werden. Hier ist Zeit, Heiligenhaus zu zeigen, zu shoppen und sich auszuruhen.

Um 18 Uhr ist die offizielle Begrüßung im Tennisclub Grün/Weiß in der Parkstraße. Hier sind Bürgermeister Heinisch und Alice Thormählen zugegen, die Mäzenin hat das Menü großzügig gesponsert. Die Tanzgruppe "Achterrüm" führt Tänzchen vor und die internationale Frauen-Gruppe wird später auch noch swingen.

Am Samstag geht es dann morgens mit Bus und Bahn nach Düsseldorf, zuerst in den Landtag mit Begrüßung durch den CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Droste, Mittagessen im Medienhafen, die Currywurst, Bummel durch den Medienhafen, am Rhein entlang in die Altstadt und anschließend Besichtigung des fantastischen neuen Kö-Bogens mit den Libeskind-Bauten.

Am Sonntag, 11.30 Uhr, ist Treffpunkt im Heimatmuseum. Hier haben alle, die Kontakt hatten und haben möchten, Gelegenheit, mit den englischen und französischen Gruppen zu sprechen. Da im Museum noch ein Trödelmarkt stattfindet, wird das Treffen bestimmt sehr lebhaft und munter werden. Nach einem kleinen Imbiss werden die Gäste dann gegen 14 Uhr verabschiedet, bzw. die englischen Gäste zum Flughafen gebracht.

Quelle: RP
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