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Heiligenhaus
Friedhofsplan: SPD moniert hohes Defizit

Heiligenhaus. Ingmar Janssen: Unterm Strich stehen 500.000 Euro Verlust in den vergangenen fünf Jahren.

Hart ins Gericht geht die SPD vorab mit dem neuen Konzept für die Zukunft des städtischen Friedhofs. Das Themenpaket wird heute, 18 Uhr, im Ausschuss für Bürgerservice und Sicherheit diskutiert.

"In fünf Jahren wurden 500.000 Euro Verlust von der Stadt beim städtischen Friedhof gemacht. Im letzten Jahr schloss der Gebührenhaushalt (dieser hat nach Gemeindeordnung ausgeglichen zu sein) mit einem Defizit von 121.790 Euro ab. Für 2016 wurde schon jetzt in der mehrheitlich von CDU und FDP beschlossenen Satzung im Plan ein erneutes erhebliches Defizit angesetzt", heißt es in einer Stellungnahme von Ingmar Janssen. "Begründet wird dieses Plandefizit in der Verwaltungsvorlage mit den günstigeren Preisen kirchlicher Friedhöfe. Hier stellt sich die Frage, warum denn konkret die kirchlichen Friedhöfe deutlich kostengünstiger sind." Es sei kaum davon auszugehen, dass dort ähnliche Defizite in Größenordnung von mehr als 100.000 Euro von der Kirche oder den Gemeindemitgliedern übernommen werden. Zu zahlen haben diese Verluste aus SPD-Sicht zuletzt die Heiligenhauser Bürger. Für Ratsmitglied Rainer Klinger ist dies absolut unverständlich: "Hier werden jährlich 100.000 Euro versenkt, aber für Kinderspielplätze ist kein Geld da."

Das nun von der Verwaltung vorgelegte Friedhofskonzept enthält aus Sicht der SPD nur eine unzureichende Darstellung der Situation und vor allem keine Lösungsansätze. "Ein wirkliches Konzept mit hinterlegten Zahlen und Modellrechnungen ist nicht vorhanden. Und so bleibe völlig unklar, wie die massiven Verluste endlich vermieden werden können." Das Konzept, erarbeitet von Fachbereichsleiterin Kerstin Plambeck, beschäftigt sich mit langfristiger Planung. Die Stadt hat demzufolge vor allem zu große, teure Friedhofsflächen.

(köh)
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