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Heiligenhaus
Für Hannes Johannsen werden Lebensträume wahr

Heiligenhaus. Im Erzählcafé erfuhren die Besucher: Förster werden - das wollte er seit seinem fünften Lebensjahr.

Hannes Johannsen wollte seit seinem fünften Lebensjahr Förster werden. Heute ist er genau das - und Umweltpädagoge. Wie kurvig der Weg bis dahin war, darüber sprach der 48-Jährige am Sonntag in Peter Ihles Erzählcafé. "Man muss an seinen Träumen festhalten, damit man Chancen ergreifen kann", weiß der dreifache Familienvater heute.

Nach der Schule hatte er für Bundeswehr und Ausbildung seine Heimat Heiligenhaus, in Richtung Baden-Württemberg verlassen. "Heute wird mir klar, wie diese Jahre fernab der Heimat meinen Horizont erweitert haben." Jahre, die ihn vorbereiteten für das, was dann kam: Denn Mitte der 90er Jahre stand der frisch-ausgebildete Förster perspektivlos auf der Straße. Ein Tiefpunkt für die Frohnatur. Gerettet habe ihn Pastor Puls. "Ich habe bei der evangelischen Kirche als Jugendleiter angefangen. Eine Richtung, an die ich gar nicht gedacht hatte." Über die Kirche studierte er dann noch mal Sozialpädagogik und betrieb mit drei Freunden, darunter Thomas Rickal, 18 Monate lang eine Jugendkneipe gegenüber der Alten Kirche. "Eigentlich bin ich kein Gastronom, aber ich habe gelernt, was gutes Bier ausmacht und ich habe viel über Menschen erfahren." Das Profil des jungen Mannes schärfte sich, Kontakte und Erfahrungen ergänzten sich immer besser - und Johannsen fand seine ganz eigene Nische: "Erste Waldführungen hatte ich schon gemacht und die Idee des Umweltbildungszentrums wurde geboren, das am 1. April 2008 eröffnet wurde. Johannsen und sein Team leisten dabei erfolgreich und ganz spielerisch umweltpädagogische Arbeit. "Was man kennt, möchte man schützen", sagt Johannsen über seine Arbeit mit Kindern, "denn spätestens im Matsch sind alle Kinder, egal wo sie herkommen, gleich." "Wer Hannes kennt, der weiß, dass er seine Arbeit mit viel Herzblut macht und für sein Anliegen begeistern kann", sagt auch Peter Ihle. Im Zuge der Arbeit im UBZ reformierte die Stadt Heiligenhaus auch ihren Forstbetrieb, denn mit Hannes Johannsen war jemand zur Hand, der den städtischen Wald und die Menschen kennt, wie kein anderer und Synergien schaffen kann. "Heute bin ich Förster in meiner Heimatstadt. Und der Traum hat sich erfüllt."

(sade)
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