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Heiligenhaus
Fußball verbindet Nationen beim Benefizturnier

Heiligenhaus. Vier Mannschaften, drei Spiele, zwei Tore, ein Ball und zahlreiche Fußballverrückte, mehr brauchte es am Samstag gar nicht für die Premiere eines Fußballturniers, das im Nonnenbruch von nun an regelmäßig stattfinden soll: Das Benefiz-Fußballturnier des Nonnenbrucher Bürgervereins unter dem Motto "Fremde oder Freunde, alle auf einen Platz".

"Man hört zur Zeit so viel Negatives in den Nachrichten, wenn es um Flüchtlinge geht; wir wollten etwas Positives tun. Und Fußball verbindet einfach, da ist völlig egal, wo die Spieler herkommen. Spaß am Fußball hat irgendwie jeder", sagte die Vorsitzende des Bürgervereins, Angelika Binkowski-Nimmert. Denn auf dem Platz spielte eine Mannschaft der Asylbewerber aus Heiligenhaus gegen die Thekenmannschaft "Zur Knolle", eine Mannschaft aus dem Wohnheim Poststraße in Velbert trat gegen die Heiligenhauser Ditib an. Mit vollem Einsatz wurde jedem Ball nachgejagt, um am Schluss den Wanderpokal zu erringen. Um den soll fortan regelmäßig gespielt werden, wenn es nach dem 80 Mitglieder starken Bürgerverein geht. "Interessierte Hobby-Mannschaften haben schon für die Zukunft angefragt, mitzuspielen. Wer Interesse hat, kann uns ruhig ansprechen", so die Vorsitzende. Für die Asylbewerber gab es dabei selbstgestrickte Schals von den "AktiveN".

Unterstützung gab es auch von Familienzentrum, Jugendrat, Sozialamt, der evangelischen Freikirche und der Diakonie. Auch prominente Gesichter aus Politik und Stadtgeschehen ließen es sich nicht nehmen, die Aktion zu unterstützen. Die gelebte Integration fängt schon viel früher an, denn bei der zum kleinen Stadtteilfest avancierten Veranstaltungen gab es gleich zwei Grillstände, auf einem davon wurde nach muslimischen Speiseregeln gegrillt. "Wir haben auch darauf geachtet, Gummibärchen ohne Schweinefleisch in der Gelatine für die Kinder zu kaufen."

So feierten alle ein kleines Fußballfest auf dem Bolzplatz an der Bergischen Straße. Den Pokal trugen die Bewohner des Wohnheims Poststraße in Velbert nach einem Finale gegen die Heiligenhauser Asylbewerber vom Platz. Der Erlös des Festes fließt in den Stadtteil. "An den Bürgerbus-Haltestellen fehlen Sitzmöglichkeiten. Da möchten wir Abhilfe schaffen." Einen Wunsch hat Binkowski-Nimmert auch noch: " Es wäre schön, wenn sich mehr junge Menschen fänden, die sich für den Stadtteil einsetzen wollen."

(sade)
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