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Heiligenhaus
Gärtnerei brennt ab – Wohnhaus gerettet

Gärtnerei in Heiligenhaus steht in Flammen
Gärtnerei in Heiligenhaus steht in Flammen FOTO: Feuerwehr Heiligenhaus
Ratingen. Großeinsatz am Neujahrsmorgen: In Heiligenhaus stand eine Gärtnerei in Flammen. Das Gewächshaus und mehrere Firmenfahrzeuge wurden zerstört. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen den Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus verhindern. Von Wolfgang Schneider

Sie glaubten an einen schlechten Scherz am Neujahrsmorgen: Eine Hand voll Feuerwehrleute saß am Neujahrsmorgen gegen 6.35 Uhr noch auf der Wache an der Friedhofsallee, es wurde geredet und Karten gespielt. Plötzlich stand ein Passant in der Tür: "Da unten brennt es in der Gärtnerei." Noch bevor die offizielle Alarmierung erfolgte, saßen die Männer im Löschfahrzeug, bogen links vom Gelände der Feuerwache in die Friedhofsallee ab – und sahen, dass dieser Morgen wohl eine Menge Arbeit mit sich bringen würde.

"Schon aus mehreren hundert Metern Entfernung war Feuerschein und eine erhebliche Rauchentwicklung zu beobachten", sagte Feuerwehrsprecher Nils Vollmar unserer Redaktion. Nach der sofortigen Rückmeldung an die Leitstelle wurde Sirenenalarm ausgelöst, alle verfügbaren Kräfte rückten aus. Dabei war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass das Gewächshaus mit anhängenden Lagerräumen nicht mehr zu retten war. Auch mehrere Fahrzeuge des Gärtnereibetriebes, die in der Nähe standen, brannten bereits und wurden teilweise völlig zerstört.

Zunächst hatten die Feuerwehrleute allerdings eine viel wichtigere Aufgabe, denn nur einen Steinwurf von dem im Vollbrand stehenden Gebäude stand das Haus des Grundstückseigentümers. Vollmar spricht über die dramatischen Minuten zum Einsatzbeginn: "Wir haben sofort eine Riegenstellung aufgebaut, um das Wohngebäude vor den Flammen zu schützen, was uns letztlich auch gelungen ist. Außerdem konnten wir noch ein Wohnmobil aus dem Gefahrenbereich bringen." Dass der Betrieb auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern allerdings komplett zerstört wurde, konnte niemand mehr verhindern.

Dabei stellte sich an dem abgelegenen Brandort vor allem die Wasserversorgung als äußerst schwierig dar. "Deshalb haben wir auch sehr schnell überörtliche Hilfe angefordert", sagt Vollmar. So kam unter anderem die Ratinger Feuerwehr mit einem großen Tanklöschfahrzeug aus Mitte sowie Kräften aus Hösel zum Einsatz. Der angeforderte Schlauchwagen der Feuerwehr Mettmann musste dagegen nicht mehr eingesetzt werden. Insgesamt waren rund 55 Einsatzkräfte fast sechs Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bis in die Nacht hinein soll der Einsatzort immer wieder auf eventuelle Brandnester kontrolliert werden.

Zur Schadenshöhe machte die Polizei noch keine Angaben. Allerdings ist davon auszugehen, dass er sich im hohen sechsstelligen Bereich bewegen dürfte, da unter anderem Lieferwagen, Winterdienstfahrzeuge und auch ein Bagger zerstört wurden. Die Ursache des Brandes ist ebenfalls noch unbekannt. Hier werden die Experten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen. Verletzt wurde bei dem schwierigen Einsatz niemand.  

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