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Ratingen
Galeristin zeigt Bilder in Schwarz und Weiß

Ratingen. Die beiden Nichtfarben im Farbkreis stellt Galeristin Meike Müller ins Zentrum ihrer neuen Schau. "Schwarz - Weiß" ist der Name der Winterausstellung. "Einfach, weil ich es spannend finde", begründet sie Titel und Thema. "Letztlich setzten sich alle Künstler damit auseinander - und wenn es nur die Skizze ist, mit der sie ihre Arbeit umreißen", beschreibt sie einen Vorgang, mit dem sich schon Dürer und Rembrandt auseinandersetzten. Von Valeska von Dolega

"Puristisch, zurückhaltend und zeitlos" umschreibt sie die Nicht-Farben Schwarz und Weiß, die "auch eine Haltung kennzeichnen". Denn das Kleine Schwarze ist niemals pink, und entstanden ist der Blick aufs Wesentliche in Schwarzweiß mit jenem avantgardistischen Werk, das den Titel "Sieg über die Sonne" trägt. Ein gewisser Kasimir Malewitsch begründete mit dieser futuristischen Arbeit 1913 quasi die Moderne, wie Meike Müller ausführt, und wie zeitgenössische Künstler sie interpretieren, ist nun an der Grütstraße zu sehen.

An Wänden, im Schaufenster und im Kunsthaus verteilt, werden entsprechende Werke zu sehen sein. Und sie sind auch ein Panorama der Persönlichkeiten, denn unter anderem werden Arbeiten von Günther Uecker, Otto Piene, Gunde Jastorf, K. O. Götz, Kalle Paltzer, Klaus Malyska und Antje Hassinger zu sehen sein. Traumartig erscheint manche der Arbeiten, die wegen der Atmosphäre und Lichteinwirkung wie von Weltmeistern des Eskapismus kreiert wurden. Mit großer Geste und schwungvollem Strich wirken die Bilder von Karl Otto Götz, dem Formellsten unter den Informellen - schnell, wild und rhythmisch. Von innen zu leuchten scheint das blumenartige Lollipop-Gewächs, das Otto Piene in schwarz-weiß geschaffen hat, und die sechs kleinen Arbeiten auf Papier, die Antje Hassinger alle in diesem Jahr als Öl-auf-Papier oder Collage-Arbeiten gefertigt hat, sind eine schöne experimentelle Ergänzung.

Galeristin Müller spricht heute um 19 Uhr einleitende Worte, anschließend kann bei Sekt und Bier darüber debattiert werden, was den Blick aufs Wesentliche auszeichnet. "Meike Müller sucht die Künstler und Werke, die sie präsentiert, sehr sorgfältig aus. Dabei geht sie eher wie eine Kuratorin als wie eine Galeristin vor", beschreibt Künstlerin Heike Ising-Alms wie es gelingt, dass die Ausstellungseröffnungen jedes Mal zum gesellschaftlichen Ereignis" werden. Zu sehen sind die Bilder bis zum 4. Dezember.

Quelle: RP
 
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