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Kreis Mettmann
Gewerkschaft hinterfragt Ausbildungszahlen

Kreis Mettmann. Im abgelaufenen Berufsberatungsjahr 2014/2015 haben Unternehmen im Kreis Mettmann 2424 Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 241 Lehrstellen oder 11 Prozent mehr als im Jahr davor. Marcus Kowalczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Kreis Mettmann, wertet das als Erfolg. Gleichzeitig ging die Zahl der Bewerber um 129 Frauen und Männer zurück. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich im Kreis 3282 Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz beworben - ein Minus von 3,8 Prozent.

Das vermittele den Eindruck, dass sich die Lage am Ausbildungsmarkt deutlich entspannt habe, sagt Dirk Sondermann, Vorsitzender des DGB Kreis Mettmann: "Diesen ausbildenden Betrieben gilt unser Respekt, sie verhalten sich in vielerlei Beziehung vernünftig. Aber stimmen die Zahlen?" Auf Landesebene sähen sie anders aus. Nur etwa zwei Prozent Zuwachs, also 2200 Stellen, seien hinzugekommen, so der DGB Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber. Richtig ehrlich werde die Rechnung für den Kreis Mettmann aber erst, wenn neben den 241 jungen Menschen, die dieses Jahr leer ausgegangen sind, auch diejenigen der letzten Jahre hinzu gerechnet werden.

Und natürlich die, die in "Warteschleifen" sind. Sondermann fordert deshalb eine gesetzliche Ausbildungsumlage. Alle Unternehmen zahlen ein, die ausbildenden bekommen die Kosten erstattet.

(cis)
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