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Heiligenhaus
Grandioser Erfolg für die Heljens-Jecken

Heiligenhaus. Rund 10.000 Besucher feierten beim tollen Zug-Comeback nach 30 Jahren großen Karneval. Von Sandra Kreilmann

Cowboy Luca (10) und der quietschbunte Clown Lynn (7) sind schon vor dem Zug ganz aufgeregt. "Das wird lustig!" wissen die Geschwister, die sich mit großen Taschen gewappnet hatten. So bunt, lustig und fröhlich kennen sie die Heiligenhauser Innenstadt gar nicht. Kein Wunder, der letzte große Umzug durch die Innenstadt lag gut drei Jahrzehnte zurück. Doch der Karnevalsumzug erlebte am Samstag ein furioses Comeback, "Lott Jonn" war das Motto.

Und das Geschwisterpaar sollte Recht behalten: Es wurde richtig lustig: Gemeinsam mit den beiden feierten am Nelkensamstag etwa 10.000 Menschen, so die Polizeiangaben, friedlich das große Karnevalszug-Comeback. Ganz offensichtlich hat auch der Wettergott ein Herz für die Heljenser Jecken, schickte er doch nach einer grauen und regnerischen Woche rechtzeitig zum Karnevalssamstag Sonnenschein und blauen Himmel. Ein erster Lohn für die harte Arbeit der Organisatoren.

Und der Zuspruch gibt ihnen Recht. Auf den Zug haben die Heiligenhauser gewartet und kamen, ob groß oder klein, fast alle bunt kostümiert. Zehn Wagen, 20 Fußgruppen, insgesamt über 700 Teilnehmer gestalteten den Zug und warfen die heißbegehrten Kamelle in die Menge. Hinter den Zügen in den Karnevals-Hochburgen müssen sich die Heljenser schon bei der großen Premiere unter der Ägide des frisch gegründeten Karnevalsvereins, der Heljens-Jecken, nicht verstecken. Mit viel Liebe zum Detail hat jede Gruppe, ob zu Fuß oder mit eigenem Wagen, ihren Auftritt zelebriert. Vom Rathaus-Balkon moderierte dabei Oberjeck Wolfgang Lambart die Wagen an und sorgte für musikalische Verstärkung. "Wahnsinn", so sein Urteil schon vor dem Zugstart, "so eine Stimmung auf einem Platz, damit hat keiner hier gerechnet."

Hinter den Heljens-Jecken steckt ein hoch-engagiertes Team, das für den Erfolg hart gearbeitet hat, ehrenamtlich. So galt es Sponsoren zu finden, Vorgaben einzuhalten, viel zu organisieren.

"Die Radengel zum Beispiel waren eine Vorgabe von uns", erklärte Ordnungsamt-Cheffin Kerstin Plambeck. Warum, wurde deutlich: Auf der Hauptstraße rückten die Narren nahe an den Zug ran. "Im Antrag hatte man mit etwa 4500 Besuchern gerechnet", sagt Plambeck. Das haben die Heljens-Jecken locker verdoppelt.

Die Jecken haben eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die schon jetzt zu den Höhepunkten des Jahres im Stadtgeschehen zählt, und das schreit regelrecht nach einer neuen Tradition: Heljens-Jecken: Heljau!

Quelle: RP
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