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Ratingen
Grimm-Schüler auf Theater-Weltreise

Ratingen. Zeit ist keine Hexerei und wer pointierte Akzente zu setzen weiß, zieht junge Zuschauer plus die erwachsene Verwandtschaft in seinen Bann. Wie das geht, zeigten die Viertklässler der Gebrüder-Grimm-Schule mit ihrer Abschlussaufführung "In 80 Tagen um die Welt". Inspiriert von Jules Vernes Vorlage, spielten, sangen und tanzten sich die Schüler bei der Aufführung im Stadttheater durch das kurzweilig inszenierte Stück.

Die altbekannte Story um den stets überpünktlichen Phileas Fogg, der, um eine Wette zu gewinnen, mit seinem Diener Passepartout quasi durch Zeit und Raum um den Globus saust, dabei von Kommissar Fix fälschlicherweise für einen Dieb gehalten und deshalb verfolgt wird, haben die Grimm-Schüler multimedial in Szene gesetzt. Dafür wurde nicht nur intensiv unter der Regie der Lehrerinnen Timm, Morgenroth und Wagner gefeilt, bis Texte saßen. Im Kunst- und Werkunterricht wurden farbenprächtige und symbolgewaltige Pappkulissen gearbeitet, die formschön, funktional und anschaulich versinnbildlichen, wo sich der exzentrische Gentleman und Anhang gerade befanden. Der Clan hat sein eigenes Karo-Muster. Als Ausgangspunkt wurde der britische Club markiert, Pyramiden und eine skizzierte Sphinx symbolisierten Ägypten, scharfzackige Wellen ozeanische Weiten und niedliche Elefanten die exotische Welt Indiens. Aber diese Kreativarbeit war nicht alles. Klavier, Saxofon und Gitarrenmusik begleiten die Aufführenden bei ihren Gesängen. "Rock around the Clock" wurde geschmettert, eine Mausefalle namens "Pigalle" besungen und ein Loblied auf die Königin ("God save the Queen") vorgetragen. Die wenigsten Lieder wurden einfach bloß gesungen, zu den meisten gab es außerdem noch Choreografien. "Es war ganz leicht, zuzugucken, weil so viel los war", lobte Philipp die Aufführung. "Die Tänze waren toll", hatte sich Sarah (beide 8) Lieblingsmomente ausgewählt. Und die versammelten Eltern und Großeltern, war ebenfalls begeistert. Laut und euphorisch wurde, nachdem Phileas Fogg am Ende pünktlich seine Reise abschließt und damit nicht nur die Wette, sondern nebenbei das Herz der hübschen Prinzessin Aouda gewonnen hat, geklatscht. "Zugabe!", forderte das Publikum, so lange und frenetisch, bis tatsächlich ein besonders mitreißendes Lied ein zweites Mal vorgetragen und betanzt wurde.

Fazit: Dass an der Grimm-Schule besonderer Wert auf die musische Erziehung gelegt wird und die Kinder Riesenspaß an diesem Schwerpunkt haben, zeigte die Aufführung von "In 80 Tagen um die Welt" aufs Trefflichste.

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